Konflikt um Grönland: Klingbeil warnt vor zu großen Hoffnungen auf Grönland-Abkommen

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Man dürfe sich nicht zu früh freuen, sagt Vizekanzler Lars Klingbeil zu Donald Trumps vager Grönland-Ankündigung. Schweden und Dänemark begrüßen die Deeskalation.

21. Januar 2026, 22:51 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters,

 "Ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht", sagte Vizekanzler Lars Klingbeil über die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu Grönland.
"Ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht", sagte Vizekanzler Lars Klingbeil über die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu Grönland. © Britta Pedersen/​dpa

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat nach der jüngsten Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu Grönland vor zu großem Optimismus gewarnt. "Es ist gut, dass ⁠man im Dialog ist, aber ​ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht", sagte der Parteichef im ZDF. Nach dem "Hin und Her" der vergangenen Tage müsse ‍man zunächst abwarten, was substanziell zwischen ​Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart ‌worden sei.

Trump hatte zuvor ein ​Rahmenabkommen für ‌eine ⁠zukünftige Vereinbarung zu ​Grönland bekannt gegeben. Diese sei bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Rutte zustande gekommen. Daher würden die für den 1. Februar angedachten ​US-Zölle nicht erhoben, schrieb Trump auf sozialen Netzwerken. Weitere Details wurden nicht bekannt. 

Erst am Wochenende hatte Trump im Streit um Grönland mit Zöllen gegen mehrere EU-Staaten gedroht. Diese hatten daraufhin Widerstand angekündigt und Gegenzölle ins Spiel gebracht. 

Klingbeil führte den Kurswechsel der USA auf die geschlossene Haltung der Europäer zurück. Es sei richtig gewesen, dass die EU solidarisch an der Seite von Dänemark und Grönland gestanden und die staatliche Integrität betont habe. Außerdem verwies der SPD-Politiker auf die angespannte wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten. "Da ist ‍in den USA schon eine Nervosität entstanden", sagte der Bundesfinanzminister in Bezug auf die sich anbahnende Eskalation Zollstreit. 

Dänemark und Schweden erleichtert

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigte sich indes erleichtert über die Ankündigung des US-Präsidenten. "Der Tag endet besser, als ‌er begonnen hat", sagt Rasmussen. Wichtig sei nun, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektiere. Dänemark wolle auf die Bedenken der USA eingehen, sagte er.

Die schwedische Außenministerin Maria Stenergard äußerte sich ebenfalls positiv. Es sei gut, dass US-Präsident auf Strafzölle ⁠gegen die europäischen Länder verzichte. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der EU-Länder ihre Wirkung entfaltet.

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