ADAC und Fachleute warnen vor Spritspar-Dongles aus Spam-Emails

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Fachleute warnen vor sogenannten Spritspar-Dongles, die den Verbrauch von Autos senken sollen. Diese sogenannten OBD2-Dongles würden aktuell in Spam-E-Mails angepriesen, schreibt das Fachportal »heise online« . Die Stecker für die Diagnose-Schnittstelle (OBD), die sich bei vielen Autos hinter einer Klappe unterhalb des Armaturenbretts findet, seien nichts als »fabrikfrischer Elektroschrott«. Man solle die E-Mails löschen.

Der Automobilclub ADAC hatte zusammen mit dem Magazin »c't« von »heise online« bereits im Jahr 2024 einen Spritspar-Dongle untersucht. Er bestand aus einem Kasten mit einigen Leuchtdioden und anderen elektrischen Bauteilen. Einige elektrische Kontakte im Inneren seien gar nicht angelötet gewesen. Das Gerät namens ecoOBD2 »blinkt und tut so, als ob er arbeitet«, schreibt der ADAC . »Mehr passiert aber nicht.«

»Pillen für den Tank« und andere vermeintliche Wundermittel

Die Anbieter versprechen, dass man mit dem Gerät für etwa 30 Euro bis zu 35 oder gar 55 Prozent Sprit einsparen könne. In einer Mail heißt es beispielsweise, Hersteller kalibrierten die »Motoren für die breitestmoegliche Palette von Bedingungen, nicht für Ihre spezifischen Fahrgewohnheiten«. Autofahrer würden deshalb »Tausende Euro an verschwendetem Sprit zahlen«.

Wer in der Mail weiterlese, stoße bald auf weitere Hinweise, dass es sich nicht um ein seriöses Angebot handeln kann, schreibt »heise online«. Zudem behauptet der Absender, dass der Dongle-Bestand angeblich »extrem begrenzt« sei. So werde ein Kaufdruck aufgebaut.

»Wäre die versprochene Wirkung tatsächlich erreichbar, würden solche Produkte längst von Autoherstellern serienmäßig verbaut, weil sie damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hätten«, sagt Markus Sippl vom ADAC Technik Zentrum in der Mitteilung des Automobilclubs.

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