USA: Umstrittener US-Grenzschützer Greg Bovino geht vorzeitig in Rente

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Sein Auftreten war umstritten, zuletzt wurde er von einem Einsatz in Minneapolis abgezogen. Jetzt geht US-Grenzschützer Greg Bovino offenbar in Rente.

17. März 2026, 12:32 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 Gregory Bovino geht in den Ruhestand.
Gregory Bovino geht in den Ruhestand. © Angelina Katsanis/​AP/​dpa

Der US-Grenzschutzkommandeur Greg Bovino geht übereinstimmenden Medienberichten zufolge vorzeitig in den Ruhestand. Bovino bestätigte sowohl der New York Times als auch dem rechten Internetportal Breitbart seinen Rückzug. Andere US-Medien meldeten Bovinos Rückzug Ende des Jahres und beriefen sich dabei auf Informanten bei der Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP. Die CBP ist der Einwanderungsbehörde ICE übergeordnet. Bovino würde damit ein Jahr früher in Pension gehen, normalerweise liegt das Eintrittsalter bei 57 Jahren.

Bovino war als Symbolfigur der radikalen Migrations- und Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump bekannt geworden. Er war Chef eines mobilen Kommandos der Border Patrol und leitete in vielen Großstädten die umstrittenen Razzien gegen Migranten, die mutmaßlich kein Aufenthaltsrecht hatten. Auch nach auf Video festgehaltenen Gewaltexzessen verteidigte er seine Soldaten noch.

Bovinos Nazi-Ästhetik sorgte für viel Kritik

Erst nach zwei Vorfällen mit tödlichen Schüssen von Grenzschützern auf US-Bürger in Minneapolis wurde Bovino als Einsatzleiter aus der Stadt abgezogen. Vorher hatte er noch behauptet, der Krankenpfleger Alex Pretti habe ein "Massaker" unter seinen Beamten anrichten wollen und sei aus Notwehr erschossen worden. Dafür präsentierte er jedoch keinerlei Belege, Videos von der Szene widersprachen seiner Schilderung.

Sein martialisches Auftreten machte Bovino weit über die USA hinaus bekannt. Wegen seines auffälligen Haarschnitts und zweireihigen Mantels mit ausladendem Kragen wurde ihm vorgeworfen, sich einer Nazi-Ästhetik zu bedienen. Er wies das stets zurück. Angaben der New York Times zufolge beendet Bovino eine 30-jährige Karriere bei der Einwanderungsbehörde.

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