
Druschba-Pipeline soll bald wieder betriebsbereit sein
Die Ukraine hat das Angebot der Europäischen Union für die technische und finanzielle Hilfe zur Reparatur der beschädigten Druschba-Ölpipeline angenommen. Das gab EU-Ratspräsident António Costa bekannt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte in einem Schreiben an die EU mit, die Reparaturarbeiten stünden kurz vor dem Abschluss. Wenn es keine weiteren Angriffe Russlands gibt, soll die Pumpstation voraussichtlich in anderthalb Monaten betriebsbereit sein.
Ungarn hatte am Montag angekündigt, einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit der EU für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu blockieren, solange die russischen Öl-Lieferungen über die Druschba-Pipeline unterbrochen blieben. Die Lieferungen durch die Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt. Die Regierung in Kyjiw macht einen russischen Angriff auf die Anlagen der Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Die Slowakei und Ungarn geben dagegen der Ukraine die Schuld an der langen Unterbrechung. Sie sind stark von russischen Energielieferungen abhängig und pflegen trotz des Kriegs weiter engere Beziehungen mit Russland.
Selenskyj reist zu Gesprächen mit Starmer nach London
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird im Laufe des Tages in London erwartet. Bei einem Treffen mit Premierminister Keir Starmer solle eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Industrie zu vereinbart werden, teilte die britische Regierung mit.
Geplant ist demnach etwa die gemeinsame Produktion von Drohnen und anderen militärischen Technologien. Auch eine Zusammenarbeit mit weiteren Ländern solle geprüft werden.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird ebenfalls in London erwartet. Er wolle mit Starmer und Selenskyj über die euro-atlantische Sicherheit und die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in der Ukraine sprechen, teilte die britische Regierung mit.
Russland und Ukraine rücken bei Kostjantyniwka vor
In der Region Donezk haben russische und ukrainische Streitkräfte Gelände bei Kostjantyniwka unter ihre Kontrolle gebracht. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Demnach haben russische Einheiten den Ort Nowopawliwka, westlich von Kostjantyniwka, eingenommen. Ukrainische Streitkräfte sind südlich der Stadt vorgerückt.
Am Frontabschnitt bei Olexandriwka hat die ukrainische Armee mehrere Ortschaften zurückerobert. Nach ISW-Angaben hat sie die Siedlungen Worone, Janwarske und Rybne eingenommen. Russische Truppen sind hingegen bei Beresowe und Krasnohirske vorgedrungen.
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Kallas fordert anhaltende Aufmerksamkeit für Ukraine
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat weitere Aufmerksamkeit für die Ukraine und ihren Verteidigungskampf gegen Russland gefordert. "Die Unterstützung der Ukraine darf nicht abnehmen", sagte sie. Russland könnte zudem von den gestiegenen Energiepreisen profitieren und von einer möglichen Verlegung der Luftverteidigung aus der Ukraine in den Nahen Osten.
Selenskyj in Großbritannien und Spanien erwartet
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will morgen nach Großbritannien reisen. "Unsere feste Entschlossenheit, der Ukraine zur Seite zu stehen, bleibt unerschütterlich, und wir werden Präsident Selenskyj morgen in diesem Land willkommen heißen“, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey.
Am Mittwoch will der ukrainische Präsident zu Gesprächen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez nach Madrid reisen. Das teilte das Büro von Sánchez mit. Es ist das vierte Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs, dass Selenskyj Spanien besucht. "Wir können die Ukraine nicht vergessen. Die Ukraine ist da, sie existiert", sagte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles.

Polens Luftwaffe fängt russisches Aufklärungsflugzeug ab
Polnische Kampfjets haben erneut ein russisches Militärflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Iljuschin Il-20 sei von zwei polnischen MiG-29 eskortiert worden, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Dazu postete es eine Aufnahme von der Maschine über dem Meer.
In der Mitteilung hieß es weiter, das russische Aufklärungsflugzeug sei in internationalem Luftraum ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs gewesen. Die polnischen Piloten hätten das fremde Flugzeug abgefangen, identifiziert und bis zum Verlassen ihres Zuständigkeitsbereichs eskortiert. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Den Angaben zufolge war dies bereits der neunte derartige Vorfall seit Jahresbeginn.
EU verhängt Sanktionen gegen neun Personen nach Massaker von Butscha
Nach dem Massaker in Butscha im Jahr 2022 hat die Europäische Union neun Personen mit Sanktionen belegt. Ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen, teilte der Rat der EU mit.
Darunter ist etwa der russische Generaloberst Alexander Tschaiko. Er war den Angaben zufolge oberster Befehlshaber auf ukrainischem Boden, als die russischen Truppen in Butscha einmarschierten. Bei dem Massaker im Vorort der Hauptstadt Kyjiw wurden Hunderte Menschen getötet.
Vier weitere Personen, denen Verbreitung von Falschinformation im Auftrag von Russland vorgeworfen wird, wurden ebenfalls mit Sanktionen belegt.
Kenianische Staatsbürger sollen nicht mehr für Russland kämpfen
Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi hat angekündigt, dass keine Staatsbürger Kenias mehr für Russland in der Ukraine kämpfen sollen. Mudavadi hat sich darauf nach eigener Aussage mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow verständigt.
Lawrow sagte, dass kenianische Staatsangehörige, die bereits für Russland in der Ukraine gekämpft haben, dies freiwillig getan hätten. Laut dem kenianischen Geheimdienst hat Russland über 1.000 Kenianer für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine angeworben. Entgegen der Darstellung Lawrows wurden viele Kenianer allerdings unter falschen Versprechungen in den Kriegsdienst an der Front gelockt, berichtete meine Kollegin Andrea Böhm bereits im Februar:

Russland greift Kyjiw zur Hauptverkehrszeit am Morgen an
In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sollen am frühen Vormittag mehrere Explosionen zu hören gewesen sein. Rauchwolken seien über der Stadt aufgezogen. Laut Berichten von Reportern der Nachrichtenagentur AFP hat die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse abgefangen. Auf Telegram schrieb die ukrainische Luftwaffe von mehreren Drohnenschwärmen und Marschflugkörpern, mit denen Russland die ukrainische Hauptstadt angegriffen habe. Nach Angaben der Armee fing die Luftverteidigung zwei auf Kyjiw zufliegende Marschflugkörper ab. Die Armee hatte zudem vor einem Objekt gewarnt, das mit hoher Geschwindigkeit aus dem an Russland grenzenden Norden des Landes auf Kyjiw zusteuerte.
Bürgermeister Vitali Klitschko teilte noch während des Angriffs mit, dass „Trümmer einer Drohne mitten im Zentrum der Hauptstadt herabgefallen“ seien. Der Luftalarm ging erstmals gegen 08.30 Uhr Ortszeit (07.30 MEZ) los; danach suchten die Einwohner mitten in der Hauptverkehrszeit Schutz. Klitschko rief die Bewohner dazu auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. Es seien vorerst keine Angaben über Verletzte bekannt, fügte Klitschko hinzu. Auch seien keine Brände ausgelöst worden.
Russland rückt bei Kostjantyniwka vor, die Ukraine bei Jampil
Die russischen Streitkräfte haben Gelände im Osten der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk eingenommen. Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebild. Russische Einheiten sind demnach nordwestlich von Stupotschki vorgerückt. Ukrainische Truppen halten hingegen in einem südlichen Vorort der Stadt ihre Stellungen.
Ebenfalls in der Region Donezk sind ukrainische Truppen südöstlich von Lyman entlang einer Straße bis in den Süden von Jampil vorgedrungen, wie das ISW berichtet.
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Öldepot in Krasnodar brennt nach Drohnenangriff
Nach einem Drohnenangriff brennt in der südrussischen Region Krasnodar nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot. Angegriffen wurde die Stadt Labinsk, dabei sei jedoch niemand verletzt worden, teilten die Behörden weiter mit. Die Region ist häufig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Vergangene Woche hatte die Ukraine beispielsweise eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen.
Bislang äußerte sich die Ukraine nicht zu dem Vorfall.

Russland meldet großangelegten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau
Nach russischen Angaben hat die Ukraine am Wochenende einen umfassenden Drohnenangriff auf Moskau gestartet. Dabei seien mehr als 100 Drohnen zum Einsatz gekommen, die jedoch auf ihrem Weg in die Stadt von der Luftabwehr abgeschossen worden seien.
Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin wurden innerhalb von zwei Tagen mehr als 100 Drohnen abgeschossen. Mindestens 38 Drohnen seien auf ihrem Weg in die russische Hauptstadt zerstört worden, zitierte Interfax Sobjanin. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Moldau gibt Umweltalarm nach Angriff in Ukraine aus
Die zuständige Behörde in Moldau hat nach einem durch einen russischen Angriff in der Ukraine ausgelösten Kraftstoffaustritt in den Fluss Dnister einen Umweltalarm ausgegeben. Dieser gelte ab Montag für 15 Tage, teilte das staatliche Krisenmanagementzentrum CNMC mit. Es sei eine vorbeugende Maßnahme.
Der Kraftstoffaustritt soll durch einen russischen Angriff auf das Wasserkraftwerk Dnister in der Ukraine am 7. März verursacht worden sein. Die ukrainischen Behörden bezeichneten den Vorfall als "großflächiges Leck". Sie hatten erstmals am 10. März eine Verschmutzung des Flusses in der Nähe von Ljadowa und anderen Ortschaften bekannt gegeben.
Die Verschmutzung breitete sich schnell flussabwärts nach Moldau aus, wo Notfallteams Barrieren errichteten und die Bewohnerinnen und Bewohner aufforderten, sich an die offiziellen Anweisungen zu halten, solange die Lage instabil bleibe.
Die Behörden in Moldau riefen mehrere Gemeinden auf, bis auf Weiteres kein Wasser aus dem Dnister zu trinken, damit nicht zu kochen und es auch nicht anderweitig zu nutzen. In einigen Gebieten wurde die Wasserversorgung eingestellt.
Brand in russischem Öllager gelöscht
Ein durch ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht hervorgerufene Brand in einem Öllager im Süden Russlands ist gelöscht worden. Die Löscharbeiten dauerten rund einen halben Tag, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. Das Depot nahe der Stadt Tichorezk war in der Nacht in Flammen aufgegangen.
Es war bereits der zweite Angriff auf das Lager innerhalb weniger Tage. Bei der Attacke wurden offiziellen Angaben zufolge auch zwei Hochstromleitungen beschädigt. Tichorezk liegt Hunderte Kilometer von der Front entfernt.
Selenskyj fordert Einhaltung der Russlandsanktionen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Einhaltung der Sanktionen gegen Russland gefordert. Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1.770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram. "Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält." Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.
Selenskyj erinnerte in dem Zusammenhang auch an den Krieg im Nahen Osten, in dem der Iran die Angriffe der USA und Israels unter anderem mit Drohnenattacken gegen eine Reihe von Ländern im Nahen Osten beantwortet. Da die Welt nicht genügend Ressourcen habe, um eine Flugabwehr für Europa und den Nahen Osten auf die Beine zu stellen, sei es umso wichtiger, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, Raketen in ihren Fabriken herzustellen, schrieb er.

vor 2 Stunden
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