Irankrieg: UN-Kommission untersucht Angriff auf Mädchenschule im Iran

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Nach dem Angriff auf eine iranische Grundschule mit fast 200 Toten sind noch immer viele Fragen offen. Eine UN-Untersuchungskommission hat die Arbeit aufgenommen.

Aktualisiert am 17. März 2026, 12:49 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,

 Die Grundschule in Minab wurde am ersten Kriegstag getroffen. Jetzt soll eine UN-Untersuchungskommission die Hintergründe klären.
Die Grundschule in Minab wurde am ersten Kriegstag getroffen. Jetzt soll eine UN-Untersuchungskommission die Hintergründe klären. © Anadolu/​imago images

Nach dem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran hat eine UN-Untersuchungskommission die Arbeit aufgenommen. Eine unabhängige Untersuchung des Falls sei dringend erforderlich, sagte Max du Plessis von der Kommission in Genf. Die vom Iran angegebenen Opferzahlen seien glaubwürdig.

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Bei dem Angriff am ersten Kriegstag waren iranischen Angaben zufolge fast 200 Menschen getötet worden: 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern. Die Schule liegt in Minab im Süden des Landes.

Medienberichten zufolge ist das US-Militär für den Angriff verantwortlich. Wie die New York Times und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarde im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte. Ungeklärt ist den Berichten zufolge, warum die Informationen vor dem Angriff nicht noch einmal überprüft wurden.

Auch US-Präsident Donald Trump lässt den Fall untersuchen. Zunächst hatte der US-Präsident den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht. Später verwies er auf die laufende Untersuchung und sagte: "Was auch immer bei dem Bericht herauskommt, ich bin willens, mit diesem Bericht zu leben."

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