Oscars 2026: Sean Penn erhält in der Ukraine Ersatz-Oscar aus kriegsbeschädigtem Metall

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Als die Oscars vor einigen Tagen in Los Angeles verliehen wurden, war Sean Penn in der Ukraine unterwegs. So nahm er seine Statue – die bereits dritte für ihn – als bester Nebendarsteller in dem Politthriller »One Battle After Another« nicht persönlich entgegen. Dafür gab es aber einen Ersatz.

Oleksandr Pertsovskyi, der CEO der ukrainischen Eisenbahngesellschaft, teilte auf der Plattform X einen Clip, in dem er dem 65-jährigen Schauspieler eine Figur in der Silhouette des Filmpreises überreicht.

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Das Material dafür stamme von einem Zugteil, das durch Russland beschädigt wurde, sagte Pertsovskyi in dem Clip. »Wir konnten unseren guten Freund und treuen ukrainischen Eisenbahnpassagier nicht ohne Auszeichnung zurücklassen«, schrieb er zudem auf X.

Penn bedankte sich für den »Eisen-Oscar«, wie der Bahn-CEO die Statue nannte. »Wir haben keine Waffe daraus geschmolzen«, ist auf der Figur laut einem Foto, das Pertsovskyi teilte, zu lesen.

Empfang bei Präsident Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing den Schauspieler in seinem Amtssitz in Kyjiw. »Sean, dank dir wissen wir, was ein wahrer Freund der Ukraine ist«, schrieb Selenskyj am Montag auf sozialen Netzwerken.

Präsident Selenskyj, Ukrainebesucher Penn

Präsident Selenskyj, Ukrainebesucher Penn

Foto: Ukraine Presidential Press Service / EPA

Penn ist einer der entschiedensten Unterstützer der Ukraine in Hollywood. So erinnerte Selenskyj auch daran, dass Penn bereits in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 in Kyjiw war. »Und wir wissen, dass du auch weiter an der Seite unseres Landes und unseres Volkes stehen wirst«, schloss er den Beitrag ab.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Draußen Krieg, drinnen Tralala: Die Oscargala hat die Trump-Realität ignoriert. Damit versagt Hollywood, das sich so gern als Symbol Amerikas und Gewissen der Welt aufspielt. Lesen Sie hier  den Kommentar von Marc Pitzke zu den Academy Awards in Kriegszeiten.

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