Die Bundesregierung hält einen Regimewechsel im Iran knapp drei Wochen nach Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges für „nicht realistisch“, wie Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstagabend auf der Konferenz „Europe 2026“ sagte, einer gemeinsamen Initiative von DIE ZEIT, Handelsblatt, Tagesspiegel und WirtschaftsWoche.: „Ich glaube nicht, dass das passiert.“
Regimewechsel laut Rubio nicht das Ziel
Wadephul verwies auf seine jüngsten Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio, der ihm gesagt habe, Ziel der Angriffe sei die Zerstörung der iranischen Atom- und Raketenprogramme, um die davon ausgehende Gefahr für Israel zu beseitigen. „Es wird im Iran keine militärische Lösung geben“, sagte der CDU-Politiker weiter: „Und einen kontrollierten Regimewechsel hinzubekommen, ist aus meiner Sicht eine hypothetische Idee.“
„Die Bundesregierung teilt die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullahregime jetzt an sein Ende kommt.
Bundeskanzler Friedrich Merz am zweiten Kriegstag
Damit haben sich die Erwartungen in Berlin grundsätzlich verändert. Gleich zu Beginn des Krieges hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (ebenfalls CDU) gesagt, seine Regierung teile „die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullahregime jetzt an sein Ende kommt“.
Merz und Wadephul hatten bereits in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass auch der Zerfall der staatlichen Strukturen im Iran ein Sicherheitsrisiko darstelle.

vor 2 Stunden
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