KI-Chips: Samsung und AMD erweitern ihre strategische Zusammenarbeit

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Samsung und Advanced Micro Devices (AMD) werden künftig bei KI-Speicher- und Rechenlösungen der nächsten Generation zusammenarbeiten. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung gaben beide Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

Im Rahmen der Vereinbarung werden Samsung und AMD die Lieferung von Samsungs High-Bandwidth Memory (HBM4) für den KI-Beschleuniger der nächsten Generation von AMD (Instinct MI455X) sowie von optimiertem DDR5-Speichern für AMDs EPYC-Prozessoren der sechsten Generation (Codename „Venice“) abstimmen, heißt es in der Erklärung. Beide Unternehmen werden zudem Möglichkeiten einer Foundry-Partnerschaft erörtern, in deren Rahmen Samsung Auftragsfertigungsdienstleistungen für AMD-Produkte der nächsten Generation erbringen würde.

Der südkoreanische Tech-Konzern und der US-amerikanische Halbleiterhersteller arbeiten nach eigenen Angaben seit fast zwei Jahrzehnten in den Bereichen Grafik-, Mobil- und Computertechnologien zusammen. Samsung ist unter anderem AMDs wichtigster Lieferant von HBM-Speichern und liefert u. a. HBM3E-Chips für die AMD-Beschleuniger MI350X und MI355X. Künftig wollen beide also noch enger an fortschrittlichen Speichertechnologien für KI- und Rechenzentrumsanwendungen zusammenarbeiten, um Kunden eine optimierte KI-Infrastruktur bereitzustellen.

Die Vereinbarung unterstreiche den wachsenden Umfang der Zusammenarbeit, so Young Hyun Jun, stellvertretender Vorsitzender und CEO von Samsung Electronics, in der Mitteilung. „Von branchenführenden HBM4- und Speicherarchitekturen der nächsten Generation bis hin zu modernster Foundry und fortschrittlichen Packaging-Technologien ist Samsung einzigartig positioniert, um unübertroffene Komplettlösungen zu liefern, die AMDs KI-Roadmap optimal unterstützen.“

Angesichts des weltweiten KI-Booms konkurrieren Chip- und Tech-Konzerne um langfristige Lieferpartnerschaften für fortschrittliche Speichertechnologien. Im vergangenen Monat erst hat sich AMD mit Meta auf einen Rahmenvertrag im Wert von vielen Milliarden US-Dollar geeinigt. Über fünf Jahre hinweg will der Meta-Konzern KI-Beschleuniger von AMD mit einer Kapazität von insgesamt sechs Gigawatt (GW) kaufen. Läuft alles nach Plan, erhält Meta im Gegenzug AMD-Firmenanteile. Im Herbst vergangenen Jahres hatte AMD bereits einen ähnlichen Deal mit OpenAI geschlossen. Samsung wiederum, der weltweit größte Hersteller von Speicherchips, versucht, im schnell wachsenden HBM-Segment den Abstand zu seinen Wettbewerbern zu verringern.

(akn)

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