Trotz der Gespräche zwischen Kuba und den USA wiederholt Donald Trump seinen Anspruch auf die Insel. Er könnte mit dem Land machen, was er wolle, sagt der US-Präsident.
17. März 2026, 2:08 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, spr
US-Präsident Donald Trump hat erneut Anspruch auf Kuba erhoben. Er glaube, dass er die Ehre haben werde, die Insel zu "übernehmen", sagte der Republikaner im Weißen Haus. "Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land", sagte Trump und behauptete, er könnte mit dem Land machen, was er wolle.
Kuba und die USA führen derzeit miteinander formelle Gespräche, wie beide Seiten bestätigten. Zuletzt deutete die kubanische Regierung zudem eine wirtschaftliche Öffnung des Landes an. Kuba sei zu Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen sowie mit "in den USA lebenden Kubanern und ihren Nachkommen" bereit, sagte Außenhandelsminister Oscar Pérez-Oliva.
Trump hat zuletzt mehrfach ein Abkommen mit Kuba in Aussicht gestellt, aber auch immer wieder eine Übernahme des Inselstaats angedeutet. "Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens", sagte er Anfang des Monats. Kurz drauf drohte eine "unfreundliche Übernahme" an, stellte zugleich aber eine "freundschaftliche Übernahme" in den Raum.
Die Beziehungen zwischen Kuba und den USA sind seit der sozialistischen Revolution 1959 angespannt, jahrzehntelang stand Kuba unter harten US-Sanktionen. Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich stark nach dem US-Angriff auf Venezuela im Januar, da der Inselstaat abhängig von venezolanischen Öllieferungen war und sich inmitten einer schweren Wirtschaftskrise befindet. Das Ölembargo hat unter anderem die Stromversorgung verschlechtert. Am Montag kam es in Kuba zu einem totalen Stromausfall.

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