Hohe Gaspreise erschweren Vorrat für den Winter

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Angesichts der derzeitigen Entwicklungen auf den internationalen Gasmärkten wird die Wiederbefüllung der Gasspeicher in diesem Jahr nach Einschätzung der Speicherbetreiber eine große Herausforderung. Die Schließung der Straße von Hormus führe zwar nicht unmittelbar zu technischen Einschränkungen für die Gasversorgung Europas oder für die Befüllung der Speicher in Deutschland, teilte die Initiative Energien Speichern (Ines) mit. Sie habe jedoch zu erheblichen Preissteigerungen auf den globalen LNG-Märkten geführt.

»Die Versorgung für den restlichen Winter ist gesichert. Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns – bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter«, sagte Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. »Der Status quo ist nicht tragfähig – bestehende Mechanismen sichern die Gasversorgungssicherheit nicht ausreichend ab, weil die Anreize zur Befüllung der Gasspeicher unzureichend sind.« Der gesetzliche und regulatorische Rahmen müsse weiterentwickelt werden.

Hintergrund ist das Regelwerk zur Sicherung der Gasbestände im Winter. Die Energiekonzerne sind verpflichtet, ausreichend Vorräte anzulegen, damit es nicht zu Versorgungsengpässen kommt. Derzeit aber sind Lieferungen, die für den kommenden Winter terminiert sind, billiger als die für den Sommer.

Der Anreiz, unter diesen Bedingungen Vorräte anzulegen, wie dies im Sommer unter normalen Bedingungen geschehen würde, ist entsprechend gering. Vor dem Hintergrund der historisch niedrigen Ausgangsfüllstände stellt dies nach Einschätzung der Ines-Analysten ein erhebliches Risiko für die Vorbereitung der kommenden Winterversorgung dar.

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