Gesetze gegen Homosexualität: Küssen sich zwei Männer in Dakar

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Es ist eine unheimliche Allianz: Netzwerke in den USA und Afrika mobilisieren für drakonische Gesetze gegen Homosexualität. Queere Aktivisten aber halten dagegen.

19. März 2026, 7:48 Uhr

 Demonstration in Dakar, Senegal
Sie protestieren gegen Homosexualität: Demonstration in Dakar, Senegal © Misper Apawu/​ap/​dpa

Unter afrikanischen Politikern macht ein Lehrsatz Schule: Wenn es mit dem Kampf gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung nicht klappt, suche dir eine Minderheit, auf die du einhauen kannst.

Ich weiß: Das ist keine typisch afrikanische, sondern eine altbekannte globale Strategie. Was auf dem Nachbarkontinent auffällt, ist die Wahl des Sündenbocks: Die Homosexuellen sind schuld! Ab in den Knast!

Jüngstes Beispiel ist der Senegal. Vergangene Woche beschloss die Nationalversammlung eine Verschärfung ihrer Gesetze zur Kriminalisierung von Homosexualität. Für gleichgeschlechtliche Beziehungen drohen nun fünf bis zehn Jahre Gefängnis statt bislang ein bis fünf Jahre. Unter Strafe steht nun auch die "Förderung" oder Finanzierung solcher Beziehungen. Das darf man als Einschüchterung von Aktivistinnen verstehen, die sich für die Rechte queerer Menschen einsetzen. Aber auch von Beratungsstellen, die HIV-Aufklärung betreiben. Oder Anwälten, die offen queere Menschen wegen Diskriminierung vor Gericht vertreten.

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