Luis Bobga macht da weiter, wo Jette Nietzard aufgehört hat. Der neue Co-Chef der Grünen Jugend hat den CSU-Vorsitzenden Markus Söder indirekt als »Hurensohn« beleidigt. Jetzt ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München. Nach einer Strafanzeige sei ein Ermittlungsverfahren aufgenommen worden, teilte ein Sprecher mit. Es sei eine Anzeige von einer unbeteiligten Person eingegangen, »die nun im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Anfangsverdachts der Beleidigung überprüft wird.«
In dem Video rappte Bobga einen Song des Künstlers Haftbefehl. Als das Wort »Hurensohn« fällt, wird ein Bild des bayerischen Ministerpräsidenten eingeblendet. Anlass war offenbar Söders Vorschlag, einige Bundesländer einzusparen.
Danach ruderte Bobga zurück. Er bedaure, dass »die Auseinandersetzung mit dem Inhalt von Herrn Söders Aussage auf der Strecke geblieben« sei. Es sei nie sein Ziel gewesen, Söder »mit dieser Beleidigung direkt anzusprechen. Dass dies durch den von mir ausgewählten Song passiert ist, tut mir leid«.
Zugleich sagte er, dass das Wort »Hurensohn» nicht zu seinem Sprachgebrauch zähle. »Es ist ein sexistischer Begriff, der aus gutem Grund nicht verwendet werden sollte.« Er nehme es aber auf sich, dass er durch seine Aktion so weite Verbreitung gefunden habe und als direkte Beleidigung wahrgenommen wurde.
Bobga sagte, er habe seine Lippen zu dem Song bewegt, der zurzeit häufig in den sozialen Medien geteilt werde und sei damit einem Trend gefolgt. Aus seiner Sicht wäre es etwas ganz anderes, »wenn ich das in einem Interview über Herrn Söder gesagt hätte. Das würde ich niemals tun.« Aus der CSU hatte es umgehend Rücktrittsforderung an die Adresse Bobgas gegeben.

vor 2 Stunden
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