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In der aktuellen Weltlage klingt es nicht unbedingt naheliegend, in den USA nach Hoffnung zu suchen. Grundrechte werden ausgehöhlt, Menschen festgenommen oder bei Protesten auf offener Straße getötet, der Präsident verhöhnt seine Gegner fast täglich. Ausgerechnet jetzt feiert das Land seinen 250. Geburtstag.
Und wohl niemand könnte von den Indigenen Nordamerikas erwarten, dass sie brav mitjubeln. Zu lange wurden sie verfolgt und entrechtet. Tatsächlich ist dem Indigenen-Aktivisten Nick Tilsen auch nicht nach Feiern zumute – er will Donald Trump die Partystimmung verderben. Und hat dennoch Hoffnung.
TaBloka Waketa ist sein Lakota-Name – vorausschauender Bison. Mein Kollege Jörg Schindler hat mit Tilsen gesprochen, um zu verstehen, wie die Indigenen in den USA auf die Gegenwart blicken. Tatsächlich wurde es auch ein Gespräch über Vergangenheit, aus der sich viel für die Zukunft lernen lässt. Der Blick des indigenen Aktivisten ist nüchtern und klar. »Vielleicht ist es unsere Aufgabe als Indigene, die Amerikaner daran zu erinnern, dass sie ihre Idee von Demokratie bei den Irokesen abgeschaut haben« ist so ein Satz, mit dem Tilsen das Gespräch interessant macht. Und natürlich erklärt er auch, wie er darauf kommt.
Welchen Traum der 43-Jährige verfolgt, steht in schnörkeliger Schrift auf seinen Fingern: L-A-N-D und B-A-C-K. Das Land seiner Vorfahren soll wieder in die Kontrolle der Indigenen gelangen. Allerdings nicht, um diejenigen zu vertreiben, die heute dort leben. Sondern vor allem, um es für die Zukunft zu sichern, die Umwelt zu schützen und Gerechtigkeit zu erfahren.
Aktivist Nick Tilsen: »Wir sind bereit«
Foto: Matt Gade / DER SPIEGELEine Idee ist etwa ein Bison-Korridor von den Black Hills bis zum Missouri, der die Artenvielfalt verbessern und auch den Menschen vor Ort das Leben erleichtern soll. Es wäre das größte von Indigenen verantwortete Naturschutzprojekt der Welt, sagt Nick Tilsen.
Ich fand es bemerkenswert, mit welcher Ruhe er meinem Kollegen von seinen Gedanken erzählte. Donald Trump hat angekündigt, dass er sich nicht um die Rechte indigener Völker schert und die Natur in den USA weiter plündern möchte. Gefragt, wie er dagegen ankommen will, sagte Tilsen meinem Kollegen: »Vergessen Sie nicht: Nirgendwo haben Indigene der US-Regierung länger Paroli geboten als in South Dakota. Der Kampfgeist lebt in den Menschen hier fort. Ich bin nicht sicher, was genau in diesem Jahr passieren wird. Aber für uns kann ich garantieren, dass es Widerstand geben wird. Er liegt bereits in der Luft, man kann ihn riechen.«
Und dann: »Wir sind bereit.«
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Und sonst?
Möchte ich Ihnen, nun ja, eine Geschichte meines Chefs Janko Tietz empfehlen. Der im Folgenden allerdings aber nur dafür unter ganz besonderen Vorzeichen als Namensgeber vorkommen wird. Denn als SPIEGEL-Leserin Henriette Teichler vor gut 20 Jahren einen Namen für ihren Sohn suchte, wurde sie ausgerechnet im SPIEGEL-Impressum fündig – beim Vornamen Janko.
»Ich war im sechsten Monat schwanger, und wir waren noch auf der Suche nach einem Namen für unseren zweiten Sohn. Unser erster Sohn heißt Marek. Der zweite Name sollte dazu passen«, erinnert sich die inzwischen 55-Jährige. Ihr Schwiegervater gab ihr den Tipp mit dem SPIEGEL. Sie wurde fündig und bekam ihren Sohn.
Der junge und der alte Janko lernten sich schon bald darauf kennen. Ein Bild zeigt die beiden Herren mit großen Augen. Der eine als Baby auf dem Arm des anderen. Die Gemeinsamkeiten endeten nicht beim Vornamen. »Wenige Wochen nachdem unser Janko im Januar 2006 auf die Welt kam, fanden wir heraus, dass der Namenspate Janko Tietz aus Freiberg in Sachsen stammt. Dort haben mein Mann und ich uns kennengelernt. Der Namensgeber unseres ersten Sohnes Marek war ein Kellner aus unserer Lieblingskneipe dort«, sagt Henriette Teichler heute.
Janko Teichler und Janko Tietz, 2006
Foto:Privat
Und weil es eine so besondere Geschichte war, wurde Freundschaft daraus. Die Eltern des jungen Janko besuchten die Konfirmation der Tochter des Älteren. Sie feierten gemeinsam den 40. Geburtstag. Und der Sohn?
»Unser Janko ist gerade 20 Jahre alt geworden, er macht Abitur und sagte mir neulich noch, dass er sehr gern Janko heiße«, erzählt die Mutter. »Aktuell spielt er eine Hauptrolle im Theater ›Die Schotte‹. Wir haben Janko Tietz schon eingeladen.«
Die ganze Geschichte der beiden Jankos können Sie hier nachlesen.
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Herzliche Grüße aus Hamburg
Ihr Jan Petter, Redakteur im Nachrichtenressort des SPIEGEL

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