Syrien: Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Kurden in Syrien gehen weiter

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Die syrische Armee weitet ihre Kontrolle über vormals kurdische Gebiete aus. Trotz eines angekündigten Waffenstillstands melden beide Seiten Gefechte.

19. Januar 2026, 16:29 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

 Die syrische Armee hat in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben.
Die syrische Armee hat in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben. © Bakr Alkasem/​AFP/​Getty Images

Trotz eines angekündigten Waffenstillstands hat es in Syrien erneut Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) gegeben. Die SDF warf den mit der Regierung in Damaskus verbündeten Fraktionen vor, ihre Stellungen in Ain Issa, Al-Schaddadi und in al-Rakka angegriffen zu haben. Demnach kam es unter anderem in der Nähe eines Gefängnisses zu Kämpfen, in denen sich Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) befinden. Aus Kreisen der syrischen Armee hieß es dagegen, die SDF habe Streitkräfte der Armee angegriffen. Bei einem Angriff im Bereich des Tischrin-Staudamms seien drei Soldaten getötet und weitere verletzt worden.

Auch Berichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge ist die syrische Armee nach dem Rückzug der kurdisch dominierten SDF-Miliz in Teile der Provinz Deir Essor im Osten des Landes vorgerückt. Wie ein Korrespondent berichtete, überquerten Dutzende Militärfahrzeuge den Euphrat in Richtung Osten. Der Fluss markierte bislang die Grenze zu den kurdisch kontrollierten Gebieten. Vor einer Brücke über den Euphrat stauten sich Autos, Lastwagen und Motorräder. Mehrere Menschen überquerten ihn zu Fuß.

Die syrische Armee bestätigte die Entsendung der Truppen. Einer Erklärung zufolge rückten die Streitkräfte in das Gebiet Dschasira vor, um das am Sonntag vom syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa vorgestellte Abkommen zwischen dem Zentralstaat und der SDF "abzusichern".

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