Sportfunktionärskanal: Neuer Fußballsender vom DFB

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Neuer Fußballsender vom DFB

15.04.2026, 15:11Lesezeit: 2 Min.

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Noch mehr Fußball: Der Deutsche Fußball-Bund will sein eigenes Fernsehen machen, um „Themen aus dem DFB-Kosmos zu bündeln“, die medial oft unter den Tisch fallen.

Der Deutsche Fußball-Bund startet einen eigenen Sender. DFB.TV nimmt sein Programm am 22. Mai auf – als Bezahlangebot. „Das Ziel von DFB.TV ist, Themen aus dem DFB-Kosmos zu bündeln, die derzeit nicht im medialen Hauptinteresse sind oder verstreut gezeigt werden“, sagte der DFB-Generalsekretär Holger Blask. Zum Programm des Senders gehören Übertragungen der Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, vom Finaltag der Amateure bis hin zu Futsal, Beach Soccer und dem DFB-e-Pokal. Der Sender begleitet zudem die A-Nationalmannschaften durch Trainingslager, Länderspiele und Turniere. Mit weiteren Angeboten wie der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises oder der Sepp-Herberger-Awards sowie Archivmaterial soll ein Acht-Stunden-Programm entstehen, das dreimal pro Tag abgespielt wird.

Die wichtigsten Wettbewerbe des DFB laufen nicht bei dem neuen Sender, etwa die Spiele der Männer- und Frauen-Nationalmannschaften, des DFB-Pokals und der Frauen-Bundesliga. Alles, was der Verband über TV-Rechte verkauft, ist für DFB.TV tabu. DFB.TV ist ein linearer Sender, der über bestehende Pay-TV-Kanäle ausgestrahlt wird. Verträge hat der Verband mit HD+, Vodafone, Zattoo und DAZN. Nach Möglichkeit sollen Sky, Telekom und andere folgen. Aktuell liefen Verhandlungen, teilte der DFB mit. Wer kein entsprechendes Abonnement hat, kann über das Internet zuschauen. „Neben dem linearen Kanal auf diversen Plattformen wird es auch die DFB.TV+-App geben, auch vor dem Hintergrund, dass wir allen den Zugang ermöglichen wollen“, sagte Blask. Allerdings muss auch das bezahlt werden. Die App DFB.TV+ kostet monatlich 5,99 Euro, im Jahresabo 59,99 Euro. Wer den Sender über ein bestehendes Abo bei einem Pay-TV-Anbieter schaut, hat keine Zusatzkosten.

Der Start ist für den 22. Mai geplant, einen Tag später sind Livespiele des Finaltags der Amateure zu sehen. Als „weiteres Highlight“ bezeichnet der Verband die Begleitung der Nationalmannschaft bei der WM. Produziert wird das Angebot von der Sportainment Media Group aus Hamburg, mit der der DFB ein Joint Venture gründet. Die Finanzierung fuße „auf zwei wesentlichen Säulen: auf einer Werbezeitenvermarktung über unseren Partner Publicis und aus den Plattformen, auf denen DFB.TV ausgestrahlt wird“, sagte Generalsekretär Blask. Die Pay-TV-Anbieter müssen Geld zahlen, um DFB.TV ausstrahlen zu dürfen. Was der Verband investiert, sagte Blask nicht. DFB.TV wird vom Verband nicht als journalistisches Angebot verstanden. Der Sender sei Teil der PR-Strategie des DFB, er solle keine Konkurrenz zu bestehenden medialen Angeboten sein.

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