Oscars 2026: »Hind Rajab«-Schauspieler darf nicht zu den Oscars, weil er Palästinenser ist

vor 2 Tage 5

Einreiseverbot in die USA »Hind Rajab«-Schauspieler darf nicht zu den Oscars, weil er Palästinenser ist

»Die Stimme von Hind Rajab« ist für einen Oscar nominiert. Aber einer der Hauptdarsteller wird die Zeremonie versäumen – weil die Trump-Regierung keine Palästinenser mehr in die USA lässt.

13.03.2026, 16.32 Uhr

 In den USA nicht erwünscht
 In den USA nicht erwünscht

Schauspieler Malhees: In den USA nicht erwünscht

Foto: Atilano Garcia / SOPA Images / IMAGO

In Venedig bekam der Film fast eine halbe Stunde Applaus und gewann den Silbernen Löwen. Jetzt ist »Die Stimme von Hind Rajab« für den Oscar als Bester Internationaler Film nominiert. Einer der Hauptdarsteller, der palästinensische Schauspieler Motaz Malhees, hat nun bekanntgegeben, dass er nicht an der Zeremonie wird teilnehmen können. Der Grund: Seit Beginn des Jahres dürfen Träger palästinensischer Pässe nicht mehr in die USA einreisen.

Malhees spielt in »Hind Rajab«, einem Film der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania, einen Mitarbeiter in einem Notrufzentrum in Ramallah im Westjordanland. Der Film verbindet die echten Tonaufnahmen vom Todeskampf der fünfjährigen Hind Rajab, die am 29. Januar 2024 im Gazastreifen von der israelischen Armee getötet wurde, mit gespielten Szenen aus der Notrufzentrale.

»Es tut weh«, kommentiert Malhees die Umstände auf seinem Instagram-Profil. »Ich darf wegen meiner palästinensischen Staatsangehörigkeit nicht in die USA einreisen.«

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»Jeder Schauspieler träumt davon, bei den Oscars dabei zu sein«, erklärt der Schauspieler in einem Interview . »Aber ich werde nicht dabei sein können.« Mahes schreibt in seinem Post, die Geschichte sei größer als jeder Grenze. »Man kann einen Pass blockieren«, schreibt er. »Aber eine Stimme nicht.«

Der Film, der als tunesischer Beitrag für die Oscars nominiert wurde, wird von einer ganzen Riege von Hollywoodstars unterstützt, die sich als »Executive Producer« auflisten lassen, darunter Brad Pitt, Joaquin Phoenix und Alfonso Cuarón. Neben der Oscar-Nominierung wurde der Film bereits für mehr als 30 Auszeichnungen nominiert, darunter mehrere Publikums- und Jurypreise.

Sie wolle von einem »universellen Kummer« erzählen, sagte Regisseurin Ben Hania über ihren Film. Denn kein Mensch wolle in einer Welt leben, »in der ein Kind um Hilfe ruft und niemand kommt«.

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