Nordkorea - IAEA-Chef: Kapazitäten zum Bau von Atomwaffen »sehr deutlich gesteigert«

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Nordkorea hat seine Fähigkeiten zum Bau von Atomwaffen nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA »sehr deutlich gesteigert«. Bei ihren regelmäßigen Einschätzungen habe seine Organisation eine »rasche Zunahme der Aktivitäten« am Atomreaktor Yongyon festgestellt, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch bei einem Besuch in Seoul. Dies deute auf eine »sehr deutliche Steigerung« der Fähigkeiten zur Produktion von Atomwaffen hin.

Nordkorea verfügt Experten zufolge über dutzende nukleare Sprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen zu behalten. 2006 führte Pjöngjang seinen ersten Atomtest aus. Das international weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündete Staaten wie Südkorea benötige.

Nordkorea behauptet, China habe die Ausdauer der Diktatur gegen den Druck aus den USA gelobt – und dem sanktionierten Nachbarn mehr Zusammenarbeit zugesagt. Trotz zunehmender Isolations- und Unterdrückungsversuche der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Kräfte habe das koreanische Volk unter Führung von Generalsekretär Kim Jong Un neue Errungenschaften beim sozialistischen Aufbau erreicht, sagte Außenminister Wang Yi laut Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA während seines Besuchs in der Hauptstadt Pjöngjang.

Aber: Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua erwähnte die Aussage während des Banketts mit Wangs nordkoreanischer Amtskollegin Choe Son Hui nicht.

Wangs erster Nordkorea-Besuch fand vergangene Woche statt. Es war der erste seit sechs Jahren eines chinesischen Außenministers, wie die Nachrichtenagentur AFP melden. In gut einem Monat steht die geplante China-Reise von US-Präsident Donald Trump an. Die Volksrepublik gilt als wichtiger Unterstützer des international isolierten Nordkorea. Jüngst hatten beide Seiten Zug- und Flugverbindungen wieder aufgenommen, die mit Beginn der Coronapandemie gestrichen worden waren.

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