Nach dem Wahlverlust von Geert Wilders im vergangenen Herbst hat der Unmut gegen ihn zugenommen. Nun sind mehrere Abgeordnete gleichzeitig aus der Fraktion ausgetreten.
20. Januar 2026, 18:07 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, hap
Die Fraktion des niederländischen radikal-rechten Populisten Geert Wilders ist nach starker interner Kritik auseinandergebrochen. Sieben Abgeordnete traten aus der Fraktion von Wilders' Partei für die Freiheit (PVV) aus und wollen im Parlament eine eigene Fraktion bilden.
Die Kritiker hatten eine sofortige Kursänderung der PVV gefordert. Sie wollten mit anderen Parteien zusammenarbeiten und den Wahlverlust evaluieren. Auch verlangten sie mehr Demokratie in der Partei.
Bisher ist Wilders formal das einzige Mitglied. Das bedrohe den Fortbestand der Partei, heißt es in einem von niederländischen Medien veröffentlichten Dokument. Wilders war eigenen Worten zufolge völlig überrascht von dem Aufstand. "Das ist ein schwarzer Tag für die PVV", sagte er im niederländischen Radio.
Die radikal-rechte PVV hatte bei der Parlamentswahl im Oktober 2025 starke Verluste einstecken müssen. Sie war mit 26 der 150 Sitzen nur noch zweitstärkste Kraft geworden. 2023 hatte die Partei die Wahl mit Abstand gewonnen und sich maßgeblich an der Regierung beteiligt – allerdings ohne Wilders. Nach nur elf Monaten hatte der Parteichef den Bruch des Vierparteienbündnisses provoziert.

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