Kuba: Stromnetzprobleme führen zu landesweitem Ausfall

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Menschen warten während eines Stromausfalls am 16. März 2026 an einer Bushaltestelle in Havanna, Kuba
Menschen warten während eines Stromausfalls am 16. März 2026 an einer Bushaltestelle in Havanna, Kuba

Menschen warten während eines Stromausfalls am 16. März 2026 an einer Bushaltestelle in Havanna, Kuba

Foto: Adalberto Roque / AFP

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In Kuba ist am Montag das landesweite Stromnetz zusammengebrochen. Rund zehn Millionen Menschen waren ohne Strom, ​wie der staatliche Netzbetreiber UNE mitteilte. Das Unternehmen untersuche derzeit die Ursachen für den Blackout. ‌

Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von großflächigen Stromausfällen, die teilweise Tage andauern. In dem kommunistisch regierten Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern bricht das Stromnetz immer wieder komplett zusammen. Am Wochenende hatten die Stromausfälle zu seltenen gewaltsamen Protesten auf dem Inselstaat in der Karibik geführt.

Keine Treibstofflieferungen seit drei Monaten

Die Energieversorgung der Karibikinsel stützt sich hauptsächlich auf veraltete, ​ölbefeuerte Kraftwerke. Venezuela spielte lange eine zentrale Rolle bei der Ölversorgung. Allerdings nahmen die USA ⁠Anfang ⁠Januar  den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Venezuela fest und überführten ihn in die USA. Präsident Donald Trump hat venezolanische Öllieferungen nach Kuba unterbunden ‌und drohte jedem Land mit Zöllen, das Öl ​an die ‌Insel verkauft.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte vergangene Woche, sein Land habe seit drei Monaten keine Treibstofflieferungen mehr erhalten. Am Freitag teilte die Regierung in Havanna mit, Gespräche mit den USA aufgenommen ‌zu haben. Um die chronischen Engpässe abzufedern, setzte Kuba auch schwimmende Kraftwerksschiffe aus der Türkei sowie dezentrale Dieselgeneratoren ein.

Zuletzt trieb ‌Havanna mit chinesischer Unterstützung den Ausbau ​erneuerbarer Energien voran. Diaz-Canel erklärte ‌Anfang des Jahres, dass Solaranlagen inzwischen rund 1000 ‌Megawatt beisteuerten. ​Das entspreche etwa 38 Prozent der tagsüber erzeugten Energie. Dennoch deckt das Angebot die Nachfrage oft ​nicht: Einem Bedarf ⁠von mehr als 3000 Megawatt stand ​zuletzt häufig ​eine Erzeugungskapazität von weniger als 2000 Megawatt gegenüber.

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