Trump hat Nato-Staaten mit einer "sehr schlechten Zukunft" gedroht, sollten sie die USA nicht unterstützen. Mehrere Staaten wollen sich am Montag dazu beraten. Die Nacht.
16. März 2026, 7:31 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, AFP, Reuters, KNA, epd, edd
US-Präsident Donald Trump drängt im Irankrieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus. Die Nato werde vor einer "sehr schlechten" Zukunft stehen, sollte sie den USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem Interview mit der Financial Times. Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein", wurde Trump zitiert.
Staaten reagieren verhalten
Auch andere Länder drängte er dazu, sich einer Koalition anzuschließen, um die Wasserstraße abzusichern. Australien gab bekannt, dass es keine Marine zur Unterstützung in die Straße von Hormus senden wird. Zuletzt hatte auch Japans Regierung gesagt, sie werde keine Schiffe schicken.
Die EU-Außenminister wollen am heutigen Montag über die Lage in der Straße von Hormus beraten. Die Premiers von Großbritannien und Kanada, Keir Starmer und Mark Carney, wollen heute ebenfalls über die Wasserstraße sprechen.
Frankreich und Indien verhandeln mit Iran
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian auf X appelliert, die "inakzeptablen Angriffe" gegen Länder der Region "unverzüglich einzustellen". Zuvor hatte Macron mit Peseschkian telefoniert. Auch Indien verhandelt scheinbar mit dem Iran. "Ich bin derzeit im Gespräch mit ihnen, und meine Gespräche haben bereits einige Ergebnisse gebracht", sagte der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar gegenüber der Financial Times. Die Gespräche dauerten an.
Ölpreise steigen an Asiens Börsen weiter
In Asien sind die Ölpreise mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen asiatischen Handel um 2,76 Dollar oder 2,7 Prozent auf 105,90 Dollar je Fass. Am Freitag hatte der Kontrakt bereits 2,68 Dollar zugelegt. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI kletterte um 2,29 Dollar oder 2,3 Prozent auf 101,00 Dollar. In der vorangegangenen Sitzung hatte WTI fast drei Dollar gewonnen.
Weitere Angriffe in der Region
Israels Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe zielten auf "Terrorinfrastruktur der Hisbollah in Beirut" ab, schrieb die israelische Armee in Onlinediensten.
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Vorfall mit einer Drohne nach Behördenangaben ein Feuer ausgebrochen. Ein Treibstofftank sei betroffen, schrieb das Medienbüro der Stadt auf X.
Aus der iranischen Hauptstadt Teheran wird eine neue Welle von Angriffen gemeldet. Das Onlineportal Hammihan berichtet, dass im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstraße die Flugabwehr im Einsatz sei. Auch auf Social-Media-Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, werden "Geräusche von vier relativ starken Explosionen" in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole beschrieben.
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