Iran: Donald Trump droht Iran erneut mit Militäreinsatz

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Der US-Präsident droht dem Iran erneut mit einem militärischen Angriff – und gibt sich gewohnt vage. Irans Justiz deutet die Wiederaufnahme von Hinrichtungen an.

23. Januar 2026, 0:54 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,

 Unter anderem der Flugzeugträger "USS Abraham Lincol" soll auf dem Weg in den Nahen Osten sein.
Unter anderem der Flugzeugträger "USS Abraham Lincol" soll auf dem Weg in den Nahen Osten sein. © Fazry Ismail/​AFP/​Getty Images

US-Präsident Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran weiterhin nicht aus. "Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist", sagte Trump vor Journalisten auf dem Rückweg aus Davos nach Washington. "Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen." Viele Schiffe befänden sich nur für den Fall der Fälle auf dem Weg in die Region. Er würde es vorziehen, "wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", sagte Trump. 

Sehr bald würden zudem die 25-prozentigen Strafzölle für Handelspartner der Islamischen Republik in Kraft treten. Zu den wichtigsten Handelspartnern des Iran zählen China, die Türkei, die Vereinten Arabischen Emirate und der Irak.

Bereits Ende der vergangenen Woche hatten US-Medien berichtet, dass der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und Begleitschiffe auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region seien. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. 

Hinrichtungen könnten wieder aufgenommen werden

Der Iran hatte die jüngste Protestwelle mit aller Härte niedergeschlagen – Aktivisten der in den USA ansässigen Gruppe Human Rights Activists News Agency zufolge wurden 4.560 Demonstranten getötet. Trump reagierte darauf wiederholt mit Drohungen, was die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region schürte. Nachdem ihn der oberste Führer der Islamischen Republik als "Verbrecher" bezeichnet hatte, sprach sich Trump zudem für einen Regierungswechsel im Iran aus.

Weil der Iran die Hinrichtung hunderter Menschen zeitweise aussetzte, verzichten die USA bisher auf einen Angriff. Zuletzt deutete die iranische Justiz aber an, dass Hinrichtungen wieder aufgenommen werden ⁠könnten.

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