Ein wenig Ruhe nach dem Switch zu Liquid Glass: Apple plant für iOS 27, das im Herbst erscheinen dürfte, vergleichsweise wenig Neues. Das berichtet der Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter vom Sonntag. Er bestätigt damit frühere Angaben aus November, laut denen das Upgrade zu einer Art macOS Snow Leopard werden soll. Unter Mac-Nutzern ist dieses Release (macOS 10.6) berühmt, da Apple mit diesem speziell auf Bugfixes setzte und die Zahl neuer Features reduzierte, um das System stabiler zu machen. Ähnliches erhoffen sich viele User von iOS 27.
Umstrittenes Glas
Mit iOS 26 hatte Apple eine große Designumarbeitung vorgenommen, die durchaus umstritten war. Mit neuen Schaltern und Reduzierungen der grafischen Effekte wurde zwar mittlerweile nachgesteuert, doch es gibt immer noch Merkwürdigkeiten beim Look sowie kleinere wie größere Grafik- und Bedienfehler. Mit iOS 27 könnte sich Apple nun Zeit nehmen, diese zu beheben. Gurman zufolge heißt das allerdings nicht, dass sich Liquid Glass ganz verabschieden wird. Stattdessen soll es weitere Konfigurationsmöglichkeiten geben.
Dazu gehört ein systemweiter Regler, der den Glaseffekt steuern lässt. Das kennt man bereits von der Uhrenanzeige auf dem Sperrbildschirm. Apple habe das bereits für iOS 26 geplant, stieß dann aber auf technische Probleme. Der Regler soll künftig unter anderem bei App-Ordnern, dem Homescreen und allen Navigationsleisten greifen. Bislang kann man die Transparenz nur „reduzieren“, aber kein Finetuning vornehmen.
Verbesserung der Softwarequalität
Apple hatte Ende letzten Jahres seinen Human-Interface-Boss Alan Dye, der maßgeblich für Liquid Glass verantwortlich sein soll, überraschenderweise an Meta verloren. Dennoch heißt das nicht, dass Liquid Glass verschwinden wird. Es sei, so Gurman, Teil einer mehrjährigen Bemühung, die mit visionOS begonnen hatte. Größere Änderungen seien höchstens in mehreren Jahren vorgesehen. iOS 27 und macOS 27 bekommen daher kein neues Design.
Stattdessen wird das neue Betriebssystem neben internen Verbesserungen vor allem auf die Integration von Google Gemini setzen – und mit ihm „Campo“, die erste „echte“ Chatbot-Siri. Die andere Toppriorität sei die Verbesserung der Softwarequalität, was dann auch Liquid Glass helfen werde, so Gurman. Was genau in iOS 27 steckt, wird man vermutlich im Sommer auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 zu sehen bekommen.
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(bsc)











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