Handball-EM 2026: Alfred Gíslason mit Kommentar zu Bob Hannings Kritik nach Serbien-Niederlage

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Nach dem Einzug in die EM-Hauptrunde hat Handball-Bundestrainer Alfred Gíslason scherzhaft auf die Aussagen des ehemaligen DHB-Vizepräsidenten Bob Hanning reagiert. »Vielleicht hätte er sich lieber ein bisschen mehr auf die Italiener konzentrieren sollen«, sagte der Isländer mit einem Grinsen nach dem Erfolg über Spanien und dem Vorstoß in die zweite Turnierphase.

In seiner Funktion als Kolumnist der »Bild«-Zeitung hatte Hanning die Leistung der deutschen Handballer nach dem verkorksten zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien kritisiert und den Druck auf Gíslason erhöht. »Es geht um die Zukunft dieser Mannschaft, es geht um die Zukunft des Bundestrainers und es geht um nicht weniger als die Zukunft unserer Sportart«, sagte Hanning.

Hanning war lange Vizepräsident des Deutschen Handballbundes. Inzwischen ist er Nationalcoach von Italien – und muss im Gegensatz zur deutschen Mannschaft die Heimreise antreten. Nach einer Niederlage gegen Island und gegen Ungarn haben die Azzurri bei ihrer ersten EM-Teilnahme seit 1998 keine Chance mehr auf die zweite Turnierphase.

Schon vor dem Turnier hatte es Unstimmigkeiten zwischen Hanning, der nicht nur Italien-Coach, sondern auch Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin ist, und Gíslason gegeben. Hanning hatte den Isländer scharf dafür kritisiert, dass er auf Linksaußen Lukas Mertens und Rune Dahmke und nicht Berlins Tim Freihöfer nominiert hatte. »Hier ist alles außer Kraft gesetzt worden, was Fairness und Inhalt angeht«, sagte Hanning.

Dahmke kommt bislang kaum zum Einsatz – auch, weil er angeschlagen ist. Mertens machte ein starkes Spiel gegen Spanien. Gíslason hatte seine Entscheidung gegen Freihöfer verteidigt und verwundert auf Hannings Aussagen reagiert. »Jeder sieht seinen Verein aus eigener Perspektive. Es ist aber schon ungewöhnlich, dass ein anderer Nationaltrainer unsere Entscheidungen öffentlich kritisiert«, hatte der 66-Jährige geantwortet.

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