Erst die »Razzies«, dann die Oscars: Die Australierin Rebel Wilson (46) und der US-Rapper und Schauspieler Ice Cube (56) sind nun Empfänger von Hollywoods Spottpreisen. Die Verleiher der Goldenen Himbeeren oder »Razzies« gaben die Preisträger der nicht ganz ernst zu nehmenden Auszeichnungen am Samstag (Ortszeit) in einer Videobotschaft bekannt. Traditionell werden die Schmähpreise einen Tag vor der Oscarverleihung verkündet (Weshalb auch bei den Academy Awards oft komplett daneben gegriffen wird, lesen Sie hier ).
Wilson ist vorwiegend für Filme mit derbem Humor bekannt. Sie spielte in der von Kritikern zerrissenen Action-Komödie »Bride Hard« mit. Das brachte ihr den »Razzie« als schlechteste Hauptdarstellerin ein. In der Männerriege steckte der Rapper Ice Cube diesen Preis für seine Hauptrolle in der »Krieg der Welten«-Neuverfilmung unter der Regie von Rich Lee ein. Dieser bei Prime Video veröffentlichte Science-Fiction-Streifen schaffte es nicht in die Kinos. Er war mit insgesamt fünf Schmähpreisen der große Abräumer, darunter auch in der Top-Sparte als schlechtester Film, für Regie und Drehbuch.
Der diesjährige »Razzie Redeemer Award« ging an US-Schauspielerin Kate Hudson (46). Der »Erlöserpreis« ist für Darsteller gedacht, die durch eine gute filmische Leistung einen »Razzie«-Award von früher wieder wettmachen. Das schaffte Hudson nach Ansicht der Jury nun mit ihrer Rolle in dem Musikfilm »Song Sung Blue« (Lesen Sie hier die SPIEGEL-Kritik ). Sie könnte der Schauspielerin am Sonntag auch den Oscar als beste Hauptdarstellerin einbringen.
Die »Razzies« (kurz für Raspberry, zu Deutsch Himbeere) wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscarverleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe stimmen über 1.200 Mitglieder, darunter Filmkritiker und Kinofans, aus den USA und weiteren Ländern ab.

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