Mozilla hat dem Firefox-Browser ein eigenes Maskottchen spendiert: Kit soll Nutzer künftig beim Einstieg und beim Entdecken neuer Funktionen begleiten. Die Figur basiert auf den Proportionen des Firefox-Logos und vereint Attribute eines Fuchses und eines Roten Pandas mit einer eigenen, fantasievollen Note – samt „Feuermagie“, wie Mozilla es nennt.
Wie Mozilla in einem Blogbeitrag erläutert, ist Kit bewusst kein KI-Assistent oder Chatbot, sondern ein handgezeichneter Begleiter. Die Kreativagentur JKR und Illustrator Marco Palmieri entwickelten die Figur von Bleistift-Skizzen bis zu digitalen Iterationen in Adobe Illustrator. Besonders wichtig seien ein ausdrucksstarker Schwanz für Emotionen und Bewegung sowie der Verzicht auf einen Mund – Kit kommuniziert allein über Augen, Haltung und Körpersprache. Palmieri sagte über seinen Designansatz: „Ich bleibe am Anfang gern vom Computer fern. Ich möchte so wenige Hindernisse wie möglich zwischen mir und dem, was ich zu sehen versuche.“
Kit erscheint im Browser beim Onboarding, wenn Nutzer neue Features entdecken, oder nach „kleinen Erfolgen“ wie einer geänderten Einstellung. Auch außerhalb des Browsers taucht die Figur auf – auf Mozillas Produktseite, in sozialen Medien, bei Kampagnen und als Wallpaper auf der Neue-Tab-Seite. Mozilla betont, dass Kit ein Begleiter sei, kein Kommentator: Die Figur signalisiere Unterstützung und trete ansonsten in den Hintergrund zurück.
Firefox 149: VPN, Split View und mehr
Neben dem neuen Maskottchen stellte Mozilla in einem weiteren Blogbeitrag eine Reihe neuer Funktionen für Firefox 149 vor. Die neue Version soll am 24. März 2026 erscheinen, erstmals integriert Mozilla ein kostenloses VPN direkt in den Browser. Der browserinterne Proxy routet den Datenverkehr, um IP-Adresse und Standort zu verbergen. Nutzer in den USA, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich erhalten 50 GByte monatliches Datenvolumen. Eine systemweite Abdeckung bietet das VPN nicht – es bleibt auf den Browser beschränkt. Ob eine Erweiterung auf weitere Länder wie Österreich geplant ist, teilte Mozilla nicht mit.
Ebenfalls neu in Version 149 ist Split View: Zwei Webseiten lassen sich nebeneinander in einem Fenster anzeigen, mit unabhängigem Scrollen, Drag & Drop zwischen den Ansichten und einem Resize-Handle zum Anpassen der Breite. Die Funktion wird per Rechtsklick über „Add Split View“ aktiviert und bietet Optionen zum Umkehren, Trennen oder Schließen der geteilten Ansicht.
KI-Funktionen bleiben Opt-in
Die als Smart Window bezeichnete KI-Hilfe – zuvor AI Window genannt – bietet kontextbezogene Funktionen wie Definitionen, Zusammenfassungen und Vergleiche direkt auf Webseiten. Mozilla hält am Opt-in-Prinzip fest: Die Funktion muss aktiv eingeschaltet werden. Lokale Modelle werden bevorzugt; bei Cloud-Anbietern gelten deren Nutzungsbedingungen, wobei Mozilla selbst keine Daten speichert. Interessierte können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Weitere Neuerungen umfassen Tab Notes für Notizen zu einzelnen Tabs, die ab Firefox 149 in Firefox Labs verfügbar sein sollen.
(fo)










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