Deutsche Welle: Neue Anzeichen für Antisemitismus in Arabisch-Redaktion

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Die deutsche Welle muss sich ein weiteres Mal mit dem Vorwurf auseinandersetzen, Journalisten zu beschäftigen, die sich antisemitisch äußern. Bereits 2021 gab es massive Vorwürfe gegen Teile der Arabisch-Redaktion des Senders.

Diesmal handelt es sich um eine Mitarbeiterin, die gelegentlich freiberufich für die Deutsche Welle aus dem Irak berichtet hatte, sowie um einen freien Mitarbeiter, der aus dem Gazastreifen zuarbeitet. Zuerst hatte die »Bild«-Zeitung  auf entsprechende Posts der betreffenden Personen in sozialen Medien aufmerksam gemacht. Demnach hat der Mitarbeiter aus dem Gazastreifen islamistische Terroristen als »Freiheitskämpfer« bezeichnet.

In einer Stellungnahme, die auch auf der Homepage der Deutschen Welle  veröffentlicht wurde, betont der Sender, dass die Vorwürfe nicht die Berichterstattung von Sendungen im eigenen Programm beträfen. Die Inhalte würden durch einen redaktionellen Betreuungs- und Abnahmeprozesse (»bspw. 6-Augen-Prinzip beim Thema Nahost«) die Qualität der journalistischen Berichterstattung sichern.

Weiter heißt es über die Arbeit mit freien Mitarbeitern aus den Regionen, in der die Deutsche Welle aktiv ist: »Externe Rekrutierungen bei der DW erfolgen seit März 2023 auf der Basis eines umfassenden Konzepts des wertebasierten Recruitings (wbR). Dieses gilt bei publizierenden Tätigkeiten auch für Rechnungssteller, wie im Fall der beiden genannten Personen. Das wbR sieht unter anderem eine Social-Media-Sichtung vor, die durch die Fachabteilung durchgeführt wird und bis zu 6 Monate zurückliegende Posts auf öffentlichen, beruflich genutzten Accounts sichtet.«

Nach den Antisemitismusvorwürfen vor fünf Jahren hatte die Deutsche Welle ihren Verhaltenskodex für feste und freie Mitarbeiter verbessert. Wie sich nun zeigt, waren diese Nachbesserungen offenbar nicht scharf genug formuliert oder die Einhaltung der Verhaltensvorgaben war nicht sorgsam überprüft worden.

Nach Untersuchungen zu den Antisemitismusvorwürfen vor fünf Jahren mussten am Ende fünf Personen die Arabisch-Redaktion verlassen. Die beiden aktuellen Fälle werden nun geprüft.

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