Wismar: Rettungsversuch für gestrandeten Wal – Minister gibt grünes Licht

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Seit etwa zwei Wochen liegt ein verletzter Buckelwal in der Wismarbucht vor der Insel Poel. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hielt eine Rettung des Tieres eigentlich für ausgeschlossen, alle offiziellen Maßnahmen dazu wurden jüngst eingestellt. Nun jedoch hat er den Rettungsversuch einer privaten Initiative gebilligt: Die Behörden hätten das Konzept geprüft und ihm zugestimmt, sagte Backhaus bei einer Pressekonferenz in Schwerin.

Der Plan sehe eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor, sagte Backhaus. Das Tier soll demnach per Luftkissen angehoben, dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.

»Wir dulden dieses Vorhaben«

Bei den Initiatoren handelt es sich laut Backhaus unter anderem um den MediaMarkt-Gründer Walter Gunz. Die Initiatoren würden in Kürze weitere Details mitteilen. In jedem Fall sollten die Maßnahmen laut Backhaus zügig starten. Die Verantwortung liege bei den Initiatoren. »Wir dulden dieses Vorhaben«, so der Minister.

Noch vor wenigen Tagen hatte Backhaus sich anders zu dem Fall geäußert. Damals sagte er, er finde es »grundsätzlich großartig, dass so viele Menschen bereit sind, dem Tier zu helfen – auch monetär«. Doch die Rettung des Wals werde nicht wegen Geldmangels aufgegeben, sondern wegen des Gesundheitszustands des Tieres, der Belastung und der fehlenden Perspektive für den Wal.

Position des Wals seit Ende März unverändert

Das kranke und geschwächte Tier verharrt seit dem 31. März etwa an der gleichen Position und gibt immer wieder Geräusche von sich. Augenzeugen zufolge stößt der rund zwölf Meter lange Wal regelmäßig Luft aus. Aufgebaute Wassersprinkler benetzen ihn.

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