SZ am Morgen: Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

vor 4 Stunden 3

Vielleicht sitzen Sie, während Sie dieses Editorial lesen, gerade im ICE nach Berlin oder Frankfurt. Und vielleicht ärgern Sie sich gerade, weil dieser ICE mal wieder mit Verspätung unterwegs ist. Dann lesen Sie gerne weiter.

Ab 60 Minuten Verspätung erhalten Sie von der Deutschen Bahn nämlich eine Entschädigung. Davon machten 2025 viele Bahnkunden Gebrauch. So musste die DB im vergangenen Jahr wegen der hohen Unpünktlichkeit im Fernverkehr insgesamt 156,1 Millionen Euro an ihre Fahrgäste zahlen. Das sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson meinen Kolleginnen Vivien Timmler und Meike Schreiber im SZ-Interview.

Sorgen macht Peterson auch die niedrige Auslastung – vor allem auf Strecken, auf denen Fernzüge parallel zum Regionalverkehr fahren. Das liege am Deutschlandticket, sagt der Bahnmanager. „Das hat uns 15 Millionen Fahrgäste aus den Zügen gezogen.“ Lesen Sie selbst.

In der Nacht wurde in Hollywood zum 98. Mal der wichtigste Filmpreis der Welt verliehen, Comedian Conan O‘ Brien führte ziemlich kurzweilig durch die eigentlich viel zu lange Gala. Als bester Film wurde „One Battle After Another“ ausgezeichnet. Bester Hauptdarsteller wurde Michael B. Jordan für seine beiden Rollen in „Blood & Sinners“, beste Hauptdarstellerin gewann Jessie Buckley für ihre Rolle in „Hamnet“. Details zur Oscar-Verleihung lesen Sie hier.

Was heute wichtig ist

Ein Mittelfinger Richtung Trump – der Überblick zur Oscar-Nacht. Sechs Oscars für „One Battle After Another“, vier Oscars für „Blood and Sinners“: Beide Favoriten haben in entscheidenden Kategorien gewonnen. „One Battle After Another“ wurde bester Film, „Blood and Sinners“-Hauptdarsteller Michael B. Jordan gewann als bester Hauptdarsteller. Und sonst? Moderator Jimmy Kimmel kritisiert den US-Präsidenten und warnt vor Zensur. Zum Artikel

Trump droht Verbündeten. Wenn die Nato-Partner die Straße von Hormus nicht mitabsicherten, würde dem Bündnis eine düstere Zukunft bevorstehen, prophezeit US-Präsident Trump in einem Interview mit der Financial Times. Laut Medienberichten will die US-Regierung in dieser Woche bekanntgeben, welche Länder sich bereiterklären werden, Schiffe durch die Meerenge zu eskortieren. Zum Liveblog zum Krieg in Nahost

Regierung will Kartellamt wegen steigender Spritpreise stärken. Die Bundesregierung bringt schärfere Wettbewerbsregeln für Tankstellen und Mineralölkonzerne auf den Weg. Neben dieser neuen Bestimmung sollen Spritpreise bald nur noch einmal täglich geändert werden können. Die schwarz-rote Koalition plant, die Änderungen möglichst schnell auf den Weg zu bringen. Zum Liveblog zur Bundespolitik

Abschlussfeier der Paralympics: Der Dancefloor bleibt leer. In Cortina d’Ampezzo sind die paralympischen Spiele zu Ende gegangen. Bei der Schlussfeier aber drängen die Veranstalter die Sportler an den Rand, statt sie zu feiern. Das schmälert den Erfolg der Spiele aber nicht. Zum Artikel

Kommunalwahl in Frankreich: Rechte und Sozialisten melden Erfolge. In der ersten Runde der Kommunalwahlen wird mit Spannung erwartet, wie viele Mandate der Rassemblement National holen kann. In vielen Rathäusern der Großstädte liegen allerdings die Sozialisten vorn. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

Die Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-Abo

Dossier Digitalwende: So stehen Bundestagsabgeordnete zu den KI-Gigafabriken. Die EU-Kommission will bis zu fünf KI-Gigafabriken bauen. Dabei zeichnen sich einige Streitpunkte ab: Unter anderem geht es um die Frage, die KI-Gigafabriken dezentral zu bauen und miteinander zu verbinden. Auch wichtig: Die Ausgaben des Bundes für Software des US-Tech-Konzerns Oracle sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Trumps Zollkrieg geht in die nächste Runde. Trump entfacht einen neuen Zollkrieg: Nachdem das Oberste Gericht seine Notstandsbefugnisse gestoppt hat, greift der US-Präsident zu einem noch schärferen Instrument – den Section301-Prüfungen. Sie sind Drohkulisse und Verhandlungstaktik zugleich. Das EU-Parlament setzt auf Konfrontation, der BDI plädiert für Annahme – und hofft auf Planungssicherheit. Zum Briefing

Gesamten Artikel lesen