Im Konflikt zwischen syrischen Regierungskräften und kurdischen Kämpfern hat die syrische Armee ihren Einmarsch in die Stadt Tabka in der Provinz Raka gemeldet. »Die Truppen der syrischen Armee haben begonnen, aus mehreren Richtungen in die Stadt Tabka einzdringen, parallel zur Einkreisung der terroristischen PKK-Milizen innerhalb des Militärflughafens von Tabka«, erklärte die Armee der staatlichen Nachrichtenagentur Sana.
Zuvor die Armee mitgeteilt, die Kontrolle über zwei von den Kurden gehaltene Ölfelder nahe Tabka übernommen zu haben.
Das regionale US-Militärkommando Centcom hatte die syrischen Regierungstruppen zuvor aufgefordert, Angriffe im Gebiet zwischen Aleppo und Tabka zu unterlassen. Dort müssten »jegliche Offensivhandlungen« eingestellt werden, erklärte Centcom im Onlinedienst X. »Das entschlossene Vorgehen gegen den IS und das unerbittliche Ausüben militärischen Drucks erfordern Teamarbeit unter den syrischen Partnern«, schrieb Centcom zum Vorgehen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
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Konflikt um strategische Stellungen und Ölfelder
Zuvor war es zu Zusammenstößen zwischen der Armee und kurdischen Kämpfern um strategische Stellungen und Ölfelder entlang des Euphrat gekommen. Syrische Truppen hatten sich bei mehreren Dörfern westlich des Euphrat versammelt und die von der Kurden geführte SDF-Miliz zum Rückzug auf das andere Ufer des Flusses aufgefordert. SDF-Kämpfer zogen sich daraufhin am Samstagmorgen als Zeichen des guten Willens aus dem Gebiet zurück. Sie warfen den syrischen Truppen jedoch vor, die Vereinbarung gebrochen zu haben und weiter in Städte und Ölfelder vorgedrungen zu sein, die nicht Teil der Abmachung gewesen seien.
Hintergrund der Spannungen sind die stockenden Verhandlungen über Forderungen von Präsident Ahmed al-Scharaa, die militärischen und zivilen Strukturen der Kurden in die Staatsinstitutionen zu integrieren.
Die SDF sind ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Allerdings müssen die USA dies mit ihrer neuen Unterstützung für Präsident Scharaa in Einklang bringen, dessen islamistische Rebellen Ende 2024 den langjährigen Machthaber Baschar al-Assad gestürzt haben.

vor 2 Tage
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