Sony World Photography Awards 2026: Mexikanerin gewinnt Hauptpreis

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Die Sony World Photography Awards 2026 haben ihre Gewinner bekannt gegeben. Den Titel „Photographer of the Year 2026“ erhält die mexikanische Fotografin Citlali Fabián. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Serie „Bilha, Stories of my Sisters“ und gewann damit in der Kategorie „Creative“.

Fabián gehört einer indigenen Gemeinschaft aus dem Süden Mexikos an und lebt heute in Großbritannien. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen von Identität, Herkunft und Gemeinschaft auseinander. Ihre Bildserie zeigt Aktivistinnen und Künstlerinnen aus indigenen Regionen Mexikos.

Die Jury hebt hervor, dass die porträtierten Frauen aktiv an der Darstellung ihrer Geschichten mitwirken. Die Fotografin arbeitet eng mit ihnen zusammen. So entstehen Bilder, die nicht nur dokumentieren, sondern gemeinsam entwickelt werden. Das Ziel besteht darin, Frauen sichtbar zu machen, die oft wenig Beachtung finden.

Fabián erhält ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar sowie eine Kameraausrüstung. Zudem wird ihre Arbeit im kommenden Jahr in einer Einzelausstellung präsentiert.

Sony World Photography Awards 2026 (14 Bilder)

Fotografin des Jahres – Citlali Fabián gewinnt für ihr Projekt „Bilha, Stories of my Sisters“, das sorgfältig gestaltete fotografische Porträts mit digitalen Illustrationen verbindet. (Bild:

Citlali Fabián

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Die Sony World Photography Awards zählen zu den weltweit wichtigsten Fotowettbewerben. In diesem Jahr reichten die Teilnehmer mehr als 430.000 Bilder ein. Die Beiträge kamen aus über 200 Ländern und Regionen.

Neben dem Hauptpreis vergab die Jury Auszeichnungen in mehreren Kategorien. Dazu zählen die Kategorien Architektur, Dokumentation, Umwelt, Sport und Porträt. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Joy Saha im Bereich Architektur, Santiago Mesa für Dokumentarprojekte und Isadora Romero in der Kategorie Umwelt.

Auch Nachwuchsfotografen wurden ausgezeichnet. Den Titel „Jugendfotograf des Jahres“ sicherte sich der 16-jährige Philip Kangas aus Schweden. Auf seinem Bild sind Feuerwehrleute zu sehen, die Kunstwerke aus einem brennenden Gebäude retten.

Jubair Ahmed Arnob wurde als „Studentenfotograf des Jahres“ ausgezeichnet. In seiner Serie dokumentiert er den Wandel einer Wohngegend in Bangladesch.

In der offenen Kategorie für Einzelbilder gewann die Australierin Elle Leontiev. Ihr Foto zeigt einen Vulkanforscher vor einer aktiven Vulkanlandschaft.

Die prämierten Arbeiten sind ab dem 17. April 2026 im Somerset House in London zu sehen. Die bis zum 4. Mai laufende Ausstellung zeigt mehrere Hundert Fotografien.

Zusätzlich würdigt der Wettbewerb den Fotografen Joel Meyerowitz für sein Lebenswerk. Auch seine Arbeiten sind Teil der Ausstellung.

(vat)

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