Knapp drei Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Italien hat Emma Aicher den Super-G im italienischen Tarvisio gewonnen. Die 22-Jährige, in der Abfahrt starke Fünfte, fuhr bei ihrem zweiten Saisonsieg in der zweitschnellsten alpinen Disziplin in einer eigenen Liga. Am nächsten kam ihr Superstar Lindsey Vonn (0,27 Sekunden). Die drittplatzierte Ester Ledecka aus Tschechien, Olympiasiegerin von 2018, lag schon 0,94 Sekunden zurück.
Aicher nährte mit ihrem insgesamt vierten Weltcuperfolg ebenso deutsche Hoffnungen auf eine olympische Medaille wie Kira Weidle-Winkelmann (Achte/+1,22), die am Tag zuvor als Zweite in der Abfahrt geglänzt hatte – gab sich aber gewohnt zurückhaltend. »Bis Olympia ist es schon noch ein gutes Stück hin«, sagte sie zu ihren Chancen bei den Spielen, »bis dahin konzentriere ich mich auf mein Skifahren, und dann werden wir es sehen, wenn wir da sind.«
Aicher hatte bei ihrem Sieg Mitte Dezember bei einer von zwei Abfahrten in St. Moritz schon einmal vor Vonn gelegen. Die 41-jährige Amerikanerin hatte am Vortag hinter Nicol Delago (Italien) und Weidle-Winkelmann Rang drei belegt – in den acht Speedrennen dieses Winters stand sie nun siebenmal auf dem Podest. Sie fährt als große Medaillenfavoritin zu den Rennen in Cortina d'Ampezzo.
Ihr Trainer wagt erste Vergleiche
Bundestrainer Andreas Puelacher wagt dennoch schon erste Vergleiche. »Die Emma ist auf der gleichen Stufe wie die Lindsey, vom Gefühl her«, sagte er unlängst.
Aicher gehört nicht nur in der Abfahrt und im Super-G zum Kreis der Medaillenanwärterinnen, auch im Slalom ist ihr zuzutrauen, auf das Podest zu fahren. Bereits zweimal erreichte sie diesen Winter in dieser Disziplin Rang drei im Weltcup.
Im Gesamtweltcup liegt Aicher, die als einzige Läuferin alle Rennen im Weltcup fährt, hinter Mikaela Shiffrin (USA) und Camille Rast (Schweiz) nun schon auf Rang drei.

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