Bei den Betroffenen handelt es sich um acht Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Vorwürfe reichen von schwerem sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen bis hin zu Vergewaltigung und Körperverletzung.
Mit gemeinsamen Filmabenden ins Büro gelockt
Ein Hoca ist ein Religionsgelehrter, der Kindern und Erwachsenen die arabische Sprache, das Koranlesen und die Grundlagen des Islams beibringt. Er ist auch Ansprechpartner für religiöse und persönliche Fragen der Gemeindemitglieder.
Der jetzt angeklagte verheiratete Hoca soll die Jungen unter anderem mit gemeinsamen Filmabenden in sein Büro gelockt und dort mehrfach missbraucht haben. Er habe sie zu Massagen und sexuellen Handlungen gezwungen, bis hin zum Oralverkehr, so die Staatsanwältin. Dabei soll er seine Stellung als religiöse Autorität betont und ausgenutzt haben. Er habe die Kinder unter Druck gesetzt und so zum Schweigen gebracht.
Kinder bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt
Auch körperliche Misshandlungen sind Teil der Anklage. Einzelne Kinder sollen demnach teils bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden sein. Der gelernte Erzieher soll den Jungen Schmerzen zugefügt und sich daran belustigt haben, so die Anklage weiter.
Der Tatverdächtige befindet sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt kündigte seine Verteidigerin an, dass er sich zu den Vorwürfen äußern werde - allerdings tat er dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt worden. Die Kinder werden im Verfahren vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Ein Urteil könnte im Mai fallen.

vor 2 Tage
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