Niedersachsen: Asse-Bergung angemahnt

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NiedersachsenAsse-Bergung angemahnt

15. April 2026, 14:59 Uhr

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hat sich verärgert über Verzögerungen bei der geplanten Bergung des Atommülls aus der maroden Schachtanlage Asse gezeigt. „Ich bin empört, dass die beschlossene Räumung der Asse immer weiter verzögert wird und das bisherige Datum 2033 nun aufgegeben wird“, sagte der Grünen-Politiker. Zuvor war über die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bekanntgeworden, dass sich der bisher anvisierte Rückholbeginn 2033 nicht mehr realisieren lässt. „Die versprochene und gesetzlich fixierte schnellstmögliche Rückholung darf nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werden“, forderte Meyer. In der Schachtanlage im Landkreis Wolfenbüttel liegen rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die in den 60er- und 70er-Jahren dort eingelagert worden waren. Ein Gesetz besagt, dass die Fässer wegen der instabilen Kammer unverzüglich geborgen werden müssen.

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