Matt Damon meint, manche Schauspieler wären wohl lieber hinter Gittern gelandet, als sich der Erfahrung auszusetzen, gecancelt zu werden. Das sagte der 55-jährige Hollywoodschauspieler im Podcast »The Joe Rogan Experience« .
»Ich wette, manche dieser Leute wären lieber für 18 Monate oder so ins Gefängnis gegangen und hätten dann gesagt: ›Ich habe meine Schuld beglichen. Können wir das jetzt hinter uns lassen?‹«, sagte Damon im Gespräch mit Podcaster Rogan. Wenn man auf die Art öffentlich angeprangert werde, so der Schauspieler, »hört das einfach nie auf«. Es verfolge einen »bis ins Grab«.
Damon stand vor einigen Jahren selbst im Zentrum von Kritik: 2021 sorgte ein »Sunday Times«-Interview mit dem Schauspieler für Aufregung. Darin hatte Damon erklärt, er habe erst vor Kurzem damit aufgehört, eine bestimmte homophobe Beleidigung zu benutzen. Eine seiner Töchter habe ihn darauf hingewiesen, »warum das Wort gefährlich ist«, und er habe verstanden. Tenor damals: Warum brauchte Damon überhaupt den Hinweis seiner Tochter, um ein homophobes Schimpfwort als solches zu erkennen?
Der Schauspieler äußerte sich damals zu der Kritik, was in erneuter Kritik mündete: Er teilte mit, das Schimpfwort nie benutzt zu haben. »Ich verwende keine Schimpfwörter jeglicher Art.« Darin sahen manche einen Widerspruch zu Damons Interviewaussage.
Gecancelt wurde Damon selbst nicht: Derzeit ist er an der Seite seines langjährigen Weggefährten Ben Affleck in dem Netflix-Film »The Rip« zu sehen. Im Sommer läuft Christopher Nolans Verfilmung der »Odyssee« an, in der Damon die Hauptrolle spielt.

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