USA verlängern Sanktionsfreiheit für russisches Öl
Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert. Das Finanzministerium erteilte eine entsprechende Lizenz. Demnach ist bis zum 16. Mai der Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten weiterhin erlaubt, sofern sich die Fracht bereits auf Schiffen befindet.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte erst am Mittwoch versichert, die wegen der gestiegenen Ölpreise beschlossene Sanktionslockerung würde nicht weiter verlängert.
Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an den Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim.
Selenskyj glaubt, dass Russland Belarus in den Krieg hineinziehen will
Die Ukraine sieht nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Anzeichen, dass Russland Vorbereitungen trifft, erneut seinen Verbündeten Belarus in den russischen Angriffskrieg zu involvieren. »Nach Geheimdienstinformationen finden im belarussischen Grenzgebiet Straßenbauarbeiten in Gebieten statt, die zur Ukraine führen, sowie die Einrichtung von Artilleriestellungen«, teilte Selenskyj auf Telegram mit. »Wir glauben, dass Russland erneut versuchen wird, Belarus in seinen Krieg hineinzuziehen«, schrieb er. Die Ukraine habe angewiesen, die belarussische Führung vor der »Bereitschaft der Ukraine, ihr Land und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen«, zu warnen.

Schwedischer König sichert der Ukraine »volle Unterstützung« zu
Der schwedische König Carl Gustaf ist als erster Monarch seit Kriegsbeginn in die Ukraine gereist. Im westukrainischen Lwiw traf er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der dem König für diese »Geste des Respekts« dankte. Die mitgereiste schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard sagte, die schwedische Unterstützung komme »aus der gesamten Gesellschaft und den Herzen der Menschen«.
Schweden gehört zu den ambitioniertesten Partnern der Ukraine. Gemessen an seinem Bruttoinlandsprodukt unterstützt Schweden die Ukraine laut Kiel Institut für Weltwirtschaft mit rund 1,9 Prozent. Zum Vergleich: Deutschlands Hilfen belaufen sich auf 0,7 Prozent des BIP. Erst Mitte Februar hatte Schweden 1,3 Milliarden Euro Unterstützung für die Ukraine angekündigt, hauptsächlich für die Luftverteidigung.

Russische Drohne dringt bei Angriff auf Donauhafen in Nato-Luftraum ein
Bei einem Angriff auf den ukrainischen Donauhafen Ismajil ist eine russische Drohne in den Luftraum Rumäniens eingedrungen. Das gab das Verteidigungsministerium in Bukarest bekannt. Rumänien ist Nato-Mitglied und teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. An der betroffenen Stelle trennt die Donau, die in dem Gebiet ihr Mündungsdelta bildet, die beiden Staatsgebiete voneinander.
Bei dem Angriff in der Nacht wurde niemand verletzt, es brach aber an einigen Stellen Feuer aus, wie das Ministerium für Infrastrukturentwicklung in Kyjiw mitteilte. Rettungskräfte hätten die Lage schnell kontrolliert. Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie die Eisenbahninfrastruktur seien beschädigt worden.
Der Hafen ist ein wichtiger Logistikknotenpunkt für die Ukraine und wurde im Krieg bereits häufig angegriffen. Die derzeitigen Angriffe dauern nach ukrainischen Angaben bereits seit mehreren Tagen an.
Ukrainische Truppen stoßen nordöstlich von Lyman vor
In der Region Donezk hat die ukrainische Armee Gelände im Nordosten der Stadt Lyman zurückerobert. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Die ukrainischen Einheiten sind demnach auf Feldern im Nordosten Lymans in russisch besetztes Gebiet vorgerückt.
An den Frontabschnitten bei Kostjantyniwka, Olexandriwka und Huljajpole sind derweil vereinzelt russische Einheiten hinter die ukrainischen Linien vorgedrungen. Sie haben die Gebiete jedoch bislang nicht unter ihre Kontrolle gebracht, wie das ISW schreibt.
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Sachschäden nach russischen Angriffen auf Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. Das teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Demnach hat es an mehreren Orten infolge der Angriffe Brände gegeben. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Den Angaben zufolge gab es keine Verletzten.
Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an
Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmytro Bryschynskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschynskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.
Stromzufuhr für Atomkraftwerk kurzzeitig unterbrochen
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) berichtet, dass das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja am Abend vorübergehend ohne externe Stromversorgung auskommen musste. Der Grund ist bisher unbekannt. Das Problem ist laut IAEA inzwischen behoben.
Slowakei droht weiter mit Blockade von Russlandsanktionen
Die Slowakei will das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland so lange blockieren, bis durch die Druschba-Pipeline wieder russisches Öl über die Ukraine in das Land fließt. Das sagte Außenminister Juraj Blanár im slowakischen Parlament.
Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: »Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen.« Zur Begründung erklärte er: »Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.«
Die slowakische Regierung hatte schon Mitte Februar einen »Erdölnotstand« ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt. Von den russischen Öllieferungen ist die Slowakei noch immer weitgehend abhängig und hat daher eine auch mit der Ukraine vereinbarte Ausnahme von den EU-Sanktionen gegen Russland zugestanden bekommen.

Ukrainischer Drohnenangriff löst Großbrand russischer Ölanlagen aus
Ein ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse hat einen Großbrand der dortigen Ölanlagen verursacht. Nach Berichten von Rettungskräften der Region Krasnodar waren am Nachmittag Löscharbeiten im Gang, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Bisher gab es jedoch keine Meldung, wie normalerweise üblich, dass der Brand eingedämmt oder gelöscht sei.
In sozialen Netzwerken kursierten Fotos, auf denen eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule über dem Hafen von Tuapse zu sehen war. Das Kommando der ukrainischen Armeespezialeinheiten teilte derweil mit, dass die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt wurden. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft.
Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen verstärkt russische Ölanlagen attackiert, darunter Depots, Raffinerien und Exporthäfen im Schwarzen Meer und an der Ostsee. Russlands Einnahmen aus dem Ölexport waren zuletzt vor dem Hintergrund hoher Ölpreise infolge des Irankrieges gestiegen. Mit verstärkten Angriffen versucht die Ukraine, die zusätzlichen Einnahmen Russlands zu begrenzen.
Tausende Patienten seit Kriegsbeginn aus der Ukraine ausgeflogen
Mehr als 5.000 Patienten sind nach Angaben der EU-Kommission seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 aus der Ukraine zur Behandlung in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens habe die Kommission die sichere Verlegung »in Krankenhäuser in 22 Ländern in ganz Europa für spezialisierte medizinische Behandlungen ermöglicht«, hieß in einer Mitteilung.
Erst gestern sind demnach Patienten nach Deutschland, Finnland, Norwegen und in die Niederlande ausgeflogen worden. Betroffen seien Patientinnen und Patienten mit »schweren Verletzungen, chronischen Erkrankungen und komplexen Krankheitsbildern«.

Russische Drohne trifft zivilen Frachter vor Odessa
Vor der Küste Odessas im Süden der Ukraine hat eine russische Drohne nach örtlichen Angaben ein ziviles Frachtschiff getroffen. Der Angriff habe einen Brand in einem der Container ausgelöst, teilt der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, mit. Die Besatzung habe das Feuer jedoch gelöscht. Niemand sei verletzt worden.
Das Schiff, das unter der Flagge von Nauru fährt, habe seine Fahrt fortsetzen können, sagte Kiper.

EU-Ratspräsident verurteilt russische Angriffswelle gegen Ukraine
António Costa, Präsident des Europäischen Rates, hat die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine verurteilt. »Russland muss diesen Terrorkrieg beenden«, forderte Costa auf X. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sei »gescheitert, und so entscheidet es sich dafür, Zivilisten gezielt zu terrorisieren«, fügte er hinzu.
Die EU werde »den Druck auf Russland weiter erhöhen« und ihre »unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten«, schrieb Costa weiter. Es müsse ein »umfassender, gerechter und dauerhafter Frieden für die Ukraine« erreicht werden.
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Ein Kind unter den zwei Toten in russischer Stadt Tuapse
Nach einem ukrainischen Gegenangriff auf die russische Hafenstadt Tuapse hat der Gouverneur der Oblast Krasnodar seine Angaben zu den beiden Toten korrigiert. Es handele sich um eine noch nicht identifizierte Frau und ein 14-jähriges Mädchen.
Zunächst hatte er von zwei getöteten Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren gesprochen. Sieben Menschen seien verletzt worden, fügt er hinzu.
Ukrainische Armee rückt in der Region Donezk vor
In der Region Donezk haben ukrainische Truppen in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka Gebiete zurückerobert. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht. Demnach ist die ukrainische Armee im Osten der Stadt und südlich davon, bei Berestok, vorgedrungen. Russische Truppen dringen an dieser Stelle immer wieder vereinzelt hinter die ukrainischen Verteidigungslinien, ohne das Gebiet unter ihre Kontrolle zu bringen.
Auch im Nordosten von Slowjansk sind ukrainische Truppen vorgerückt. Wie das ISW berichtet, sind sie in das Dorf Sakitne vorgedrungen.
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