Künstliche Intelligenz (KI) kann Schülern zwar dabei helfen, Aufgaben zu lösen, führt aber nicht unbedingt dazu, dass sie etwas lernen. Stattdessen können die Kinder träge und desinteressiert werden. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Wenn Aufgaben zunehmend von KI-Tools übernommen werden, könne das den Lernfortschritt behindern, heißt es dort. Die Schüler würden dann zwar Fragen beantworten oder Aufgaben bearbeiten, diese aber nicht wirklich verstehen. Die mentale Anstrengung, die dafür notwendig ist, könne nachlassen und die Kinder seien weniger engagiert.
Untersuchungen zeigten demnach, dass Schüler mit Zugang zu allgemeinen Chatbots zwar bessere Ergebnisse bei Aufgaben erzielen. Sobald sie sich in einer Prüfungssituation befinden, in der das KI-Tool nicht mehr genutzt werden darf, verschwand dieser Vorsprung aber. Teils wurden die Leistungen der Schüler sogar schlechter.
Sobald KI-Anwendungen mit einem klaren pädagogischen Ziel eingesetzt wurden, verbesserten sich die Lernergebnisse der Kinder hingegen. Gerade unerfahrenen Lehrern könnte das helfen, ihren Unterricht besser zu machen, heißt es in der Studie. Das gelte insbesondere, wenn sie die Tools gemeinsam mit ihren Schülern und Schülerinnen entwickeln.
Die OECD rät dazu, KI in der Schule selektiv und zielgerichtet einzusetzen. Die Anwendungen sollten das Lernen bereichern und nicht dafür sorgen, dass Schüler sich kognitiv weniger anstrengen. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Schülern und Lehrkräften dürften nicht gefährdet werden.

vor 19 Stunden
4










English (US) ·