Das mittlerweile umbenannte, renommierte Kennedy Center in Washington bekommt einen neuen Leiter. Der bisherige Präsident des »Trump Kennedy Centers«, Richard Grenell, werde von Matt Floca abgelöst, teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social mit.
Grenell habe »während der Übergangsphase hervorragende Arbeit bei der Koordination verschiedener Bereiche des Zentrums geleistet«, pries Trump den früheren US-Botschafter in Deutschland.
Matt Floca hat derzeit den Posten als Vizepräsident für Gebäudemanagement beim Kennedy Center inne. Laut seiner offiziellen Biografie verfügt er über Erfahrungen im Baumanagement und im Immobiliensektor.
Einmischung Trumps sorgte bei vielen Künstlern für Unwohlsein
Trump hatte das Kennedy Center nach seinem Amtsantritt im Januar vergangenen Jahres als »woke« angeprangert. Er setzte seinen Gefolgsmann Grenell als Präsidenten ein. Zudem besetzte Trump das Direktorium neu und ließ sich selbst zum Vorsitzenden wählen.
Die Einmischung des Präsidenten sorgte auch bei vielen Künstlern für Unwohlsein. So erklärte der bekannte Komponist Philip Glass Ende Januar, dass er die Uraufführung seines Werks »Lincoln« über Abraham Lincoln im Kennedy Center abgesagt habe (mehr Informationen dazu hier). Unter der aktuellen Führung würden Werte vertreten, mit denen er sich nicht arrangieren könne.
Schon seit Trumps zweitem Amtsantritt sagten zahlreiche weitere Künstlerinnen, Künstler und Gruppen Auftritte am Kennedy Center ab. Unter ihnen: die Schauspielerin Issa Rae, das Musical »Hamilton«, der Banjo-Spieler Béla Fleck, die Opernsängerin Renée Fleming, die Martha Graham Dance Company, der »Wicked«-Komponist Stephen Schwartz sowie die Washington National Opera, die seit 1971 dort auftritt.

vor 2 Tage
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