Sanae Takaichi will sich wenige Monate nach ihrer Wahl zur Ministerpräsidentin von Japan erneut bestätigen lassen. Die Neuwahl soll ihre Ausgabenpläne legitimieren.
19. Januar 2026, 11:51 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, jse
Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat für den 8. Februar eine Neuwahl angekündigt. Sie wolle die Unterstützung der Wählerinnen und Wähler für höhere Ausgaben, Steuersenkungen und eine neue Sicherheitsstrategie gewinnen, um den Ausbau der Verteidigung in Japan zu beschleunigen. "Ich setze meine politische Zukunft als Ministerpräsidentin bei dieser Wahl aufs Spiel", sagte Takaichi bei einer Pressekonferenz. "Ich möchte, dass die Öffentlichkeit direkt darüber bestimmt, ob sie mir die Führung des Landes anvertraut."
Takaichi versprach eine zweijährige Aussetzung der achtprozentigen Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und erklärte, ihre Ausgabenpläne würden Arbeitsplätze schaffen, die Ausgaben der Haushalte ankurbeln und andere Steuereinnahmen erhöhen.
Allein aufgrund der Aussicht auf die Steuersenkung stiegen die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen am Montag auf ein 27-Jahres-Hoch. Schätzungen der Regierung zufolge würde die Maßnahme die Staatseinnahmen um fünf Billionen Yen (rund 30 Milliarden Euro) pro Jahr verringern.
Takaichi war im Oktober als erste Frau zur Regierungschefin Japans gewählt worden. Die vorgezogene Wahl soll durch die hohe öffentliche Zustimmung ihre Position in der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) zu festigen und die knappe Mehrheit ihrer Koalition zu sichern.
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