Explosionen statt Waffenruhe: Diese Bilder aus dem Süden Libanons zeigen, wie präsent der Krieg dort weiterhin ist. Im Zuge des Irankriegs ist auch der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel erneut eskaliert.
Auf Druck von Donald Trump trafen sich am Dienstag nun israelische und libanesische Botschafter in Washington. Der US-Präsident hatte Israel zuvor gedrängt, die Angriffe zu reduzieren, um die fragile Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Iran nicht zu gefährden. Es ist das erste offizielle Treffen der beiden Länder seit mehr als drei Jahrzehnten.
Marco Rubio, US-Außenminister:
»Das ist eine historische Chance.«
Bisher jedoch ohne Ergebnis. Während der Libanon auf eine Feuerpause und eine Verbesserung der humanitären Krise drängte, lehnte Israel das ab und forderte seinerseits die Entwaffnung der Hisbollah. Das US-Außenministerium sprach anschließend dennoch von "produktiven Gesprächen über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen". Und auch der israelische Botschafter zeigte sich optimistisch.
Jechiel Leiter, Israel-Botschafter:
»Was mir Hoffnung gibt, ist die Tatsache, dass die libanesische Regierung ganz klar gemacht hat, dass sie sich nicht länger von der Hisbollah unterwerfen lassen wird. Und der Iran ist geschwächt. Die Hisbollah ist dramatisch geschwächt. Das ist eine Chance.«
Die libanesische Regierung hatte den militärischen Arm der Hisbollah im vergangenen Monat verboten und sich – trotz Widerstands der Miliz – für die Verhandlungen mit Israel ausgesprochen. Dennoch bekannte sich die Hisbollah am Dienstag zu zahlreichen Angriffen auf Israel und israelische Truppen im Libanon. Und auch Israel setzte seine Angriffe auf Ziele im Libanon noch während des Treffens fort.

vor 2 Tage
2








English (US) ·