Irankrieg: Trump droht Ölinsel mit Angriffen,

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Der US-Präsident sagt, das Militär könnte Irans Ölexportinsel Charg "aus Spaß" weiter attackieren. US-Sender sollen positiver über den Irankrieg berichten. Die Nacht

15. März 2026, 6:17 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters

 Ein Ölfeld auf der Insel Charg (Foto aus dem März 2000)
Ein Ölfeld auf der Insel Charg (Foto aus dem März 2000) © Kaveh Kazemi/​AFP/​Getty Images

US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf die ​iranische Ölexportinsel Charg gedroht. ⁠Die USA könnten die Insel "nur zum ​Spaß noch ein paar Mal treffen", sagte Trump in einem ‌Interview ⁠mit dem Sender ​NBC News. Die bisherigen US-Angriffe hätten den größten Teil der Insel "total zerstört". Trump zeigte ​sich zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Konflikts. Er sei jedoch noch nicht bereit, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, da "die Bedingungen noch nicht gut genug sind".

US-Medienaufsicht droht Sendern mit Lizenzverlust

Die US-Regierung geht erneut gegen Medien vor, die ihrer Meinung nach nicht ausgewogen genug über den Krieg im Iran berichten. Sender müssten laut Gesetz "im öffentlichen Interesse" handeln, sagte FCC-Chef Brendan Carr am Samstag im Onlinedienst X. Medien würden ihre Lizenzen verlieren, "wenn sie dies nicht tun", kündigte er an. Sender, die "auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen" verbreiteten, hätten nun "die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen", warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.

Katar, Kuwait, Emirate und Saudi-Arabien melden Angriffe

Nachbarländer des Iran werden weiter aus der Luft angegriffen. Das Verteidigungsministerium von Katar teilte mit, seine Streitkräfte hätten Drohnen und Raketen aus dem Iran abgefangen. Behörden im Emirat Fudschaira teilten mit, herabfallende Trümmer einer abgeschossenen Drohne hätten einen Brand verursacht und einen jordanischen Staatsbürger verletzt.

In Kuwait melden Behörden Angriffe auf den internationalen Flughafen sowie einen US-Stützpunkt. Die iranische Revolutionsgarde hat indes nach eigenen Angaben eine US-Militärbasis in der Nähe der saudi-arabischen Hauptstadt Riad getroffen. Nach Informationen des Wall Street Journal wurden dabei fünf US-Tankflugzeuge getroffen.

Formel 1 sagt Nahost-Rennen ab

Die Formel 1 hat aus Sicherheitsgründen die für April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gestrichen. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, fallen die für den 12. und 19. April angesetzten Grand-Prix-Entscheidungen ersatzlos aus. Es ist das erste Mal seit drei Jahren, dass die Veranstalter Formel-1-Rennen absagen. Der Rennkalender umfasst jetzt nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Das nächste Rennen findet erst wieder am 3. Mai in Miami statt.

Türkei will sich aus Irankrieg heraushalten

Die türkische Regierung, die bisher zwischen den USA und dem Iran vermittelt hat, bemüht sich um eine neutrale Position. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan, er habe versucht, die Iraner davon zu überzeugen, ihre Angriffe auf benachbarte Golfstaaten einzustellen. Er hält eine Aufnahme offizieller Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für derzeit unwahrscheinlich. Allerdings seien inoffizielle Gespräche "hinter den Kulissen" möglich, sagte Fidan.

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