Insel Charg: Die bedrohte Kultur der Insel Charg

vor 23 Stunden 1

Als US-Flieger am Wochenende die winzige iranische Insel Charg (internationale Schreibweise Kharg, d. Red.) mit einem Bombenteppich überzogen, meldete der Iran mehr als 15 Explosionen, das US-Militär sprach von 90 zerstörten Zielen, und Donald Trump kündigte im Fernsehen noch weitere Bomben an, "aus Spaß". Menschen sollen bisher nichts ums Leben gekommen sein.

Der Iran braucht diese Insel: Mehr als 90 Prozent der iranischen Ölexporte werden darüber abgewickelt. Aber auf den gut 20 Quadratkilometern Korallenfels überleben auch einzigartige Spuren alter Kulturen. Der iranisch-amerikanische Sprachforscher Habib Borjian ist einer der wenigen Wissenschaftler, die Charg systematisch erforscht haben. In diesem Interview spricht er über rätselhafte Inschriften, ein kaum erforschtes historisches Bewässerungssystem und die Gedichte des letzten Inselpoeten.

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