Grönland: Donald Trump fühlt sich nicht mehr dem Frieden verpflichtet

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Norwegens Ministerpräsident Støre und US-Präsident Trump bei Treffen im April

Norwegens Ministerpräsident Støre und US-Präsident Trump bei Treffen im April

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Saul Loeb / AFP

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US-Präsident Donald Trump will die Macht über Grönland – und zieht dafür neue Argumente heran. Weil er den Friedensnobelpreis nicht erhalten habe, sehe er sich nicht mehr dem Frieden verpflichtet, schrieb Trump offenbar in einem Brief an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre.

Über die Mitteilung hatte zunächst ein Korrespondent des US-Fernsehsenders PBS  berichtet. Nun bestätigte Ministerpräsident Støre der norwegischen Zeitung »Verdens Gang«  die Echtheit des Briefs.

Trump hatte seinen Machtanspruch auf Grönland mit Nachdruck wiederholt – und auch militärische Mittel nicht ausgeschlossen. Die Europäische Union betont die Souveränität der Insel und weist Trumps Ansprüche zurück. Der US-Präsident drohte den europäischen Staaten, die sich mit der Insel und Dänemark solidarisieren, mit hohen Strafzöllen.

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Die Verknüpfung seiner Grönlandpolitik mit der Nobelpreisfrage begründet der US-Präsident in seinem Brief so: »Da Ihr Land beschlossen hat, mir nicht den Friedensnobelpreis dafür zu verleihen, dass ich acht Kriege beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur an den Frieden zu denken, auch wenn dieser immer im Vordergrund stehen wird, sondern ich kann jetzt darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist.«

Trump behauptet erneut, dass er viele Kriege beendet habe. Welche Konflikte er damit meint, ist unklar. Auch geht er offensichtlich davon aus, dass der norwegische Staat den Friedensnobelpreis vergibt. Er wird jedoch vom Norwegischen Nobelpreiskomitee vergeben.

Außerdem stellt Trump in seinem Brief infrage, dass Dänemark ein »Eigentumsrecht« habe. Es gebe keine schriftlichen Dokumente. Dies ist faktisch falsch. Mehr zur Rolle Dänemarks in Grönland lesen Sie hier.

Ferner behauptet Trump, er habe mehr für die Nato getan als jeder andere Mensch. In seinem Brief unterstreicht er die Bedeutung seiner Worte mit einer weiteren abschließenden Drohung: »Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.«

Der norwegische Ministerpräsident Støre sagte, dass er den Brief am Sonntagnachmittag von Trump erhalten habe. Dies sei eine Antwort auf eine Nachricht, die Støre und der finnische Präsident Alexander Stubb verfasst hätten.

Wie die Europäische Union auf Trumps Drohungen reagieren kann, lesen Sie hier .

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