Fahrräder: Die besten Versicherungen zu Beginn der Freiluftsaison für Ihr Fahrrad

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Beginn der Freiluftsaison Die besten Versicherungen für Ihr Fahrrad

Die Stiftung Warentest hat die unterschiedlichen Möglichkeiten untersucht, wie man sein Fahrrad versichern kann. Ein kleiner Leitfaden.

13.03.2026, 10.25 Uhr

 Separate Versicherung sinnvoll für teure Fahrräder
 Separate Versicherung sinnvoll für teure Fahrräder

Laufräder: Separate Versicherung sinnvoll für teure Fahrräder

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Den Anlass für die Untersuchung liefert die Statistik: Allein in Berlin etwa werden jedes Jahr rund 30.000 Fahrräder gestohlen, berichtet die »Stiftung Warentest Finanzen« in ihrer neuesten Ausgabe (Heft 4/2026). Gut, wenn in solchen Fällen zumindest der materielle Wert ersetzt werden kann. Hier kommen Versicherungen ins Spiel. Doch welche für wen die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Etwa vom Wert des Fahrrads. Je höher der Fahrradpreis, desto eher kann sich ein Schutz lohnen. Fahre ich nur gelegentlich oder täglich? Für Vielfahrer kann eine Kaskoversicherung mit erweiterten Leistungen Sinn ergeben. Wo wohne ich? Denn die meisten Versicherer kalkulieren ihre Beiträge anhand der Diebstahlstatistiken. In Großstädten und anderen »Hotspots« sind die Prämien höher als in Städten mit Niedrigrisiko. Allerdings kann sich, wer in so einem Ort wohnt und ein nicht so kostspieliges Rad fährt, die Versicherung womöglich gleich ganz sparen.

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten, sich gegen Fahrraddiebstahl abzusichern:

  • Die Hausratversicherung:
    Ein Fahrradschutz sei in vielen Policen bereits enthalten oder ließe sich meist per Klausel hinzubuchen. Nachteile: Vom Grundsatz her leisten die Versicherer maximal bis zu einer vereinbarten Summe, die im Vertrag vereinbart ist. Oder es wird ein Prozentsatz der gesamten Versicherungssumme genannt.

    Zwei Besonderheiten: Versichert sind immer alle Fahrräder im Haushalt. Werden mehrere gleichzeitig gestohlen, zähle das als nur ein Schaden. Sind die Räder teuer, kann die Gesamtschadensumme die vereinbarte Versicherungssumme überschreiten.

    Außerdem hat der Versicherer das Recht, den Vertrag nach jedem Schaden zu kündigen, also auch nach einem Fahrraddiebstahl. Auf diese Weise könnte aber der gesamte Hausratschutz verloren gehen. Dann könne es im Einzelfall schwierig sein, eine neue preiswerte Hausratversicherung abzuschließen zu finden, weil man Vorschäden angeben muss.

  • Die separate Fahrraddiebstahlversicherung:
    Sie ist sinnvoll für hochwertige Fahrräder oder E-Bikes. Wichtiges Kriterium für »Stiftung Warentest« bei guten Tarifen: Neuwertentschädigung über mehrere Jahre – auch für sämtliche Einzelteile wie etwa Sattel oder Beleuchtung und keine komplizierten Sicherheitsauflagen. Damit meinen die Tester, dass etwa ein einfaches Fahrradschloss für die Sicherung ausreicht und das Rad muss nicht fest an einem Ständer oder Pfahl angeschlossen sein.

  • Fahrradversicherung mit zusätzlichem Kaskoschutz:
    Solche Police leisten je nach Tarif auch etwa bei Stürzen, Vandalismus und sogar Verschleiß. Sie sind daher aber auch teurer. Als Faustregel rät die Stiftung, bei einem Radwert ab 3000 Euro und intensiver Nutzung darüber nachzudenken. Manche umfassen auch Schutzbrief-Leistungen, etwa bei Pannen.

Viele Tarife »sehr gut«

»Stiftung Warentest Finanzen« hat insgesamt 112 Tarife für spezielle Fahrradversicherungen von 45 Anbietern unter die Lupe genommen, die mindestens Diebstahl absichern. Als »empfehlenswert» gelten demnach Urteile mit mindestens »gut». So schnitten 13 Diebstahlschutz- (darunter 7 »sehr gut«) und 78 Kaskoschutztarife (28 »sehr gut«) ab.

Unter anderem heben die Tester den Tarif »Fahrraddiebstahl (Paket S)« der Signal Iduna hervor. Er schneidet »sehr gut« (Note 1,4) ab. Er ist in Städten mit hohem Risiko – im Test Berlin und Göttingen – genauso preiswert wie in der Stadt Remscheid mit Niedrigrisiko. Bezogen etwa auf ein Trekkingrad für 1500 Euro kostet die Police hier jährlich je 32 Euro. Für ein rund 6000 Euro teures E-Lastenrad kostet sie 50 Euro, für ein E-Cityrad (3000 Euro) sind es je 38 Euro.

Mit »sehr gut« an der Spitze wurden die jeweils »Diebstahl-Schutz« genannten Tarife von Huk Coburg, Huk24 und VRK bewertet – alle mit der Note 1,0.

Kaskoschutz ist teuer

Um eine Vorstellung von den Kosten von »sehr guten« Kaskoversicherungen zu bekommen, folgen zwei Tarifbeispiele, die unabhängig vom Wohnort (Remscheid/Göttingen/Berlin) die gleichen Preise aufrufen:

  • P&P Pergande & Pöthe (Kravag) »Bike-ASSekuranz SofortschutzPlus« (1,2): Bezogen auf das Trekkingrad kostet die Police hier jährlich 60 Euro, für das E-Cityrad 70 Euro und die Police für das E-Lastenrad kostet 230 Euro.

  • Signal Iduna »Fahrrad-Diebstahl und Beschädigung (Paket M)« (1,4): Bezogen auf das Trekkingrad kostet die Police hier jährlich 98 Euro, für das E-Cityrad 149 Euro und die Police für das E-Lastenrad kostet 253 Euro.

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