365 Tage Trump: zahllose Eklats, dauernde Grenzüberschreitungen, News am laufenden Band.
Und weil diese Reizüberflutung Teil der politischen Strategie der US-Regierung ist, versuchen wir mal zusammenzufassen, was Donald Trump im vergangenen Jahr alles angerichtet hat.
Alles begann mit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2025:
Seither ernannte Trump einen Impfgegner zum Gesundheitsminister – und eine ehemalige Wrestling-Managerin zur Bildungsministerin, eigentlich nur, um genau dieses Ministerium dann schrittweise abzuschaffen.
Es wurden Bundesbehörden geschlossen und Tausende Regierungsmitarbeiter entlassen.
Trump demütigte einen Präsidenten vor laufenden Kameras und ließ einen anderen Machthaber völkerrechtswidrig aus seinem Schlafzimmer entführen.
Von mächtigen und reichen Männern im eigenen Land ließ er sich dagegen gerne hofieren.
Den reichsten Mann der Welt machte Trump sogar zu seinem Berater, stritt sich mit ihm auf Social Media und versöhnte sich augenscheinlich wieder mit ihm.
Neben der Nationalgarde, die er rechtswidrig in Bundesstaaten schickte, ließ er seine maskierten ICE-Truppen wie eine Miliz im ganzen Land Angst verbreiten und Menschen verhaften. Zuletzt starben dabei sogar Zivilisten.
Er sprach ständig davon, Gebiete eines anderen Nato-Landes zu übernehmen. Ein Thema, das ihn jetzt gerade am meisten interessiert.
Trump beleidigte Reporterinnen und ließ die Berichterstattung im Pentagon und im Weißen Haus einschränken. Ach ja, das Weiße Haus: Den Ostflügel des Gebäudes will er durch einen goldenen Ballsaal ersetzen lassen.
Und sonst so?
Donald J. Trump träumte in den vergangenen 365 Tagen von einer »Riviera« an der Küste vom Gazastreifen. Im Herbst forcierte er einen Waffenstillstand, der allerdings nur auf dem Papier besteht, der Krieg dort fordert weiterhin Menschenleben.
In einer Ford-Fabrik zeigte er einem Mitarbeiter den Mittelfinger und im September trauerte er um einen rechtsextremen Aktivisten.
Kurz nach seiner Amtseinführung begnadigte Trump außerdem Tausende verurteilte Straftäter, die am Sturm auf das Kapitol beteiligt waren – mit einer einzigen Unterschrift.
Darüber hinaus setzte er Länder weltweit mit Zollandrohungen unter Druck.
Trump schaffte es allerdings nicht, eine Veröffentlichung der Epstein-Akten ganz zu verhindern. Auch wenn da extrem viel geschwärzt war. Was er über die Machenschaften seines einst engen Freundes weiß, bleibt unklar.
Diesen Autokraten und Kriegstreiber demütigte der US-Präsident übrigens nicht vor laufender Kamera. Und Friedrich Merz kam auch ganz gut weg beim USA-Besuch.
Trump und seine Regierung traten binnen eines Jahres aus dem Pariser Klimaabkommen, der WHO und dem Uno-Menschenrechtsrat aus. Und sie feierten ein umstrittenes Gesetz, das Millionen Amerikanern die Krankenversicherung kürzen könnte.
Und die nächsten 365 Tage?
Trump wird alles versuchen, noch mächtiger zu werden, seine menschenfeindliche Migrationspolitik fortführen und die Meinungsfreiheit weiter einschränken. Aber hey, es wird wohl auch einen MMA-Kampf vor dem Weißen Haus geben.

vor 18 Stunden
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