Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab. Das teilte er in Berlin mit. Ursprünglich wollte sich der 64-Jährige gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner beim Parteitag in Potsdam zur Wiederwahl stellen. „Wir wollen als Team weitermachen, weil wir Erfolg hatten und mir dieser Job mit Ines zusammen richtig Spaß macht“, hatte van Aken im Januar der „Rheinischen Post“ gesagt.
Nun kündigte er an, sich in der nächsten Zeit „verstärkt um meine Gesundheit kümmern“ zu müssen, heißt es in dem Statement. Es bestehe aber kein Grund zu größerer Sorge. „Es ist keine lebensbedrohliche Krankheit. Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit“, so van Aken.
Er werde nicht komplett ausfallen, sein Mandat im Bundestag werde er bis zum Ende der Legislatur ausüben und der Partei weiterhin zur Verfügung stehen, „im Rahmen des dann Möglichen“. Er war über die Hamburger Landesliste in das Parlament eingezogen. Sein Amt als Parteivorsitzender werde er zum Parteitag im Juni niederlegen. „Bis dahin werde ich weiter an der Seite von Ines Schwerdtner Vorsitzender bleiben.“
Ihm falle dieser Schritt sehr schwer, weil er es immer anders geplant hatte. „Ich werde die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ines vermissen. Danke dir für alles, Ines!“, lässt sich van Aken zitieren.
Der nun scheidende Chef findet, seine Partei sei auf einem guten Weg. „Wir haben bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Es kommen immer weiter neue Mitglieder dazu, wir haben Themen wie Mietendeckel und Vermögensteuer bundesweit stark gemacht. Die anderen Parteien fangen an, bei uns abzuschreiben,“ sagt er. Daher sei er zuversichtlich, dass Die Linke in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle in diesem Land spielen werde. Van Aken schließt mit den Worten: „Im Übrigen bin ich noch immer der Meinung, dass es keine Milliardäre geben sollte.“










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