Die Bundesregierung will den Einfluss ausländischer Regierungen auf Vereine in Deutschland eindämmen. Dazu hat das Bundeskabinett am Mittwoch eine Reform des Vereinsgesetzes auf den Weg gebracht. Künftig sollen Vereine offenlegen müssen, wenn sie mehr als 10.000 Euro aus dem Ausland oder von damit verbundenen Organisationen erhalten. Damit sollen Sicherheitsbehörden Finanzströme besser verfolgen und die finanzielle Grundlage für Extremismus und Terrorismus entziehen können, teilte das Bundesinnenministerium mit. Bei auslandsbezogenem Extremismus und Spionage spiele die Finanzierung aus dem Ausland eine zentrale Rolle, sagte Innenminister Alexander Dobrindt. Man nehme die Einflussnahme ausländischer Regierungen über hier gemeldete Vereine stärker in den Blick. Mit der Reform sollen auch verdeckte Methoden wie das sogenannte Hawala-Banking gezielter bekämpft werden. Dabei handelt es sich um ein in Deutschland illegales, informelles Finanznetzwerk, das Geldtransfers ohne Banken ermöglicht. Die Bundesregierung setzt mit dem Vorhaben eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um.
BundeskabinettAuslandsvereine im Visier
15. April 2026, 14:05 Uhr
© SZ/Reuters - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.










English (US) ·