Buckelwal vor Poel: Rettungseinsatz startet frühstens Samstag

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Einsatz vor der Insel Poel Gestrandeter Wal soll frühstens Samstag gerettet werden

Für den schwer kranken Buckelwal geht es langsamer voran als geplant: Erst am Samstag soll er in Richtung Nordsee gebracht werden. Den Helfern zufolge ist er sehr aktiv.

17.04.2026, 20.25 Uhr

Retter spritzen Wasser auf den Wal
Retter spritzen Wasser auf den Wal

Retter spritzen Wasser auf den Wal

Foto: Jens Büttner / dpa

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Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals ist nun erst für das Wochenende vorgesehen. Am Freitag hätten die Helfer mit den Probespülungen begonnen, sagte der Chef des beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Dann bringe man »alles auf Position« und mache »morgen früh weiter.« Auch die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die die Aktion mitfinanziert , sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Arbeiten am Samstagmorgen fortgesetzt würden.

Der Plan sei laut Babbel, die Fläche freizuspülen, vor die später Pontons gesetzt werden sollen. Diese sollen so angeordnet werden, dass eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. In dieser soll sich der Wal dann aufhalten.

Eigentlich hatte der Transport des Tiers noch am Freitag starten sollen. Schon der Beginn der Rettungsmaßnahmen verzögerte sich aber, weil Nachweise und Genehmigungen fehlten. Laut Walter-Mommert sei das Tier sehr aktiv gewesen. Babbel habe den Eindruck, dass es dem Wal ganz gut gehe: »Er hat sich ja heute auch einmal komplett gedreht.«

Die Initiative will den tonnenschweren Meeressäuger mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in Nordsee oder den Atlantik schleppen. Die Behörden dulden das Vorhaben, das neben Walter-Mommert auch von MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz unterstützt wird.

Der Wal, von einigen »Hope« oder »Timmy« genannt, liegt seit mehreren Wochen nahezu durchgehend in flachem Wasser. Fachleute kritisieren die Rettungsaktion . Bereits vor gut anderthalb Wochen waren Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung und des Deutsches Meeresmuseums zu dem Schluss gekommen, dass dem Tier nicht mehr zu helfen sei.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus glaubt jedoch, dass die Rettung gelingen kann: »Sonst hätten wir unsere Zustimmung nicht gegeben«, sagte er dem SPIEGEL.

Morddrohungen, weinende Politiker und eine Schamanin: Um den gestrandeten Wal ist ein Drama entstanden, das längst über ihn hinausgeht. Lesen Sie hier mehr dazu .

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