Trotz einer starken Leistung hat Yannick Hanfmann bei den Australian Open eine Überraschung gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz klar verpasst. Der 34 Jahre alte Karlsruher verlangte dem Spanier in seinem Zweitrunden-Match vor allem im ersten Satz alles ab, musste sich am Ende in Melbourne aber doch 6:7 (4:7), 3:6, 2:6 geschlagen geben.
Langer erster Satz
Hanfmann zeigte in der Rod Laver Arena von Beginn an keinen Respekt vor Alcaraz. Der Davis-Cup-Profi spielte mutig und druckvoll und brachte den French-Open- und US-Open-Champion des vergangenen Jahres damit immer wieder in Bedrängnis. Hanfmann gelang ein frühes Break zum 3:1, Alcaraz schaute etwas überrascht zu seinem neuen Trainerteam.
Handshake nach dem Match
Foto: Dita Alangkara / APZwar nahm der Spanier Hanfmann gleich darauf ebenfalls das Service ab, Hanfmann ließ sich davon aber nicht beirren und brachte den großen Favoriten in arge Bedrängnis. Beim Stand von 5:4 war er nur zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt, erst im Tiebreak holte sich Alcaraz den ersten Durchgang – nach 78 Minuten.
Hanfmann angeschlagen
Zwar stemmte sich Hanfmann auch danach gegen die erwartbare Niederlage, Alcaraz hatte das Geschehen nun aber im Griff. Die Nummer eins der Welt schaffte ein frühes Break zum 3:1, nach 2:01 Stunden holte er sich auch den zweiten Satz.
Hanfmann ließ sich danach in der Bauchgegend behandeln, spielte aber weiter. In Gefahr bringen konnte er Alcaraz aber nicht mehr. Der Spanier, dem der Triumph bei den Australian Open als einziger Grand-Slam-Titel noch fehlt, spielte sein Programm nun routiniert runter und verwandelte nach 2:44 Stunden seinen dritten Matchball.
Kein Duell zwischen Sabalenka und Raducanu
Aryna Sabalenka präsentiert sich auf der Jagd nach ihrem dritten Titel in Melbourne weiter in Topform. Die Weltranglistenerste machte auch mit der Chinesin Zhuoxuan Bai kurzen Prozess.
Für das 6:3, 6:1 gegen ihre überforderte chinesische Gegnerin benötigte Sabalenka nur 72 Minuten. Anfangs hatte sich gar ein noch schnellerer Durchmarsch angebahnt, bereits nach acht Minuten im ersten Satz stand es 3:0. »Schritt für Schritt«, sagte Sabalenka im Anschluss: »Ich bin überglücklich über meinen Sieg, aber es gibt immer noch ein wenig Raum für Verbesserungen.«
Aryna Sabalenka stürmt in Runde drei
Foto: James Ross / AAP / dpaSabalenka, die im vergangenen Jahr das Finale gegen die US-Amerikanerin Madison Keys verlor, peilt Down Under ihren fünften Grand-Slam-Erfolg an.
Zu dem erwarteten Drittrundenmatch Sabalenkas gegen die einstige US-Open-Siegerin Emma Raducanu kommt es am Freitag aber nicht, da die Britin überraschend ausschied.
Raducanu verlor gegen die seit diesem Jahr für Österreich antretende Anastassija Potapowa 6:7 (3:7), 2:6. Seit ihrem Überraschungstitel in New York 2021 läuft es für die Britin bei den Grand Slams nicht mehr rund. Besser machte es French-Open-Siegerin Coco Gauff, die mit Olga Danilovic aus Serbien beim 6:2, 6:2 kaum Probleme hatte. Gauff strebt Major-Titel Nummer drei an.

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