Australian Open: Naomi Osaka macht aus dem Tennis-Court einen Laufsteg

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Japans Tennisstar Naomi Osaka hat bei den Australian Open mit einem außergewöhnlichen Outfit für Aufsehen gesorgt. Die 28-Jährige betrat für ihr Erstrundenmatch gegen die Kroatin Antonia Ruzic die Rod Laver Arena mit einem langen weißen Schleier, der an einem weißen Hut befestigt war. Dazu trug die viermalige Grand-Slam-Turniergewinnerin ein weißes Beinkleid und hielt einen weißen Schirm in der Hand.

»Ein LEGENDÄRER Einlauf«, schrieb die Spielerinnen-Vereinigung WTA auf der Plattform X und versah den Post mit einem Feuer-Emoji . Die staunenden Zuschauer empfingen Osaka unter großem Jubel. Auch ihr türkisfarbenes Spieldress war ein Hingucker – wenn auch längst nicht so spektakulär wie das Einlauf-Outfit.

Osaka verriet der Zeitschrift »Vogue«, dass sie die Idee für ihr Outfit bekam, als sie ihrer zweijährigen Tochter Shai eine Geschichte vorlas. »Da war ein Bild von einer Qualle, und als ich es ihr zeigte, war sie ganz begeistert«, sagte Osaka dem Magazin. Stardesigner Robert Wun war dann an der Umsetzung beteiligt.

Außerdem: »Da ist ein Schmetterling auf dem Hut. Und auf dem Schirm ist auch ein Schmetterling. Das hat mit den Australian Open 2021 zu tun, die ich damals gewonnen habe«, sagte Osaka. Damals war während eines Spiels ein Schmetterling auf ihrer Nase gelandet. Da sie gegen Ruzic in drei Sätzen gewann, bekommen die Zuschauer am Donnerstag vielleicht erneut ein spezielles Outfit zu sehen.

Becker lobt Mut – und weist auf Widerspruch hin

TV-Experte Boris Becker kommentierte den Auftritt Osakas als »Bilder für die Medien«. »Als sie da auf den Platz gekommen ist, das ist schon ikonisch«, sagte Becker bei Eurosport: »Das hat sich noch keine Spielerin getraut. Sie hat sich schon vieles getraut.«

Der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner gab aber auch zu bedenken: »Das ist der Widerspruch: Sie will auf der einen Seite nicht so viel Druck haben, nicht so viel in der Öffentlichkeit und in Medien sein – und kommt dann mit so einem Outfit auf den Platz.« Dadurch stehe sie »natürlich wieder im Fokus der Öffentlichkeit«, so Becker: »Sie hat vor ein paar Jahren auch mal eine mentale Pause gebraucht.«

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